Untersuchungsbericht zum Fährunglück der Stena Estrid veröffentlicht
Die britische Untersuchungsbehörde hat ihren Bericht zum Anlegeunfall der Fähre Stena Estrid in Holyhead vorgelegt. Kommunikationsprobleme und strukturelle Faktoren führten zu Wassereinbruch im Maschinenraum.
Die britische Marine Accident Investigation Branch hat ihren Bericht zum Anlegeunfall der Fähre Stena Estrid vom 7. Januar 2026 veröffentlicht. Bei dem Vorfall stieß das Schiff im Hafen von Holyhead gegen eine Mole, woraufhin Wasser in den Rumpf eindrang. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder konnten das Schiff sicher verlassen.
Fehlkommunikation und Wind als Unfallursachen
Das 41.600 BRZ große Ropax-Schiff befand sich auf der Route zwischen Dublin und Holyhead. An Bord der Fähre befanden sich 91 Passagiere, 66 Besatzungsmitglieder sowie 95 Fahrzeuge. Bei dem Zusammenstoß entstand ein Loch im Rumpf, durch das etwa 500 Tonnen Wasser in den Maschinenraum und einen angrenzenden Hohlraum gelangten. Wie die Ermittler feststellten, schränkte eine widersprüchliche Kommunikation zwischen der Fähre und dem Schlepper dessen Wirksamkeit ein. Zudem näherte sich das Schiff bei den herrschenden Windverhältnissen schneller als erwartet.
Scharfe Vorsprünge am Wendefender
Darüber hinaus war der Besatzung nicht bekannt, dass der verwendete Wendefender scharfe Vorsprünge aufwies. Durch Maßnahmen wie Abstützen, Abpumpen und das Umverteilen von Ballast konnte das Schiff aufrecht gehalten werden. Auf diese Weise gelang allen Personen an Bord ein sicheres Von-Bord-Gehen.
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