Rückgang des Arktiseises: Immer mehr Bartenwale in Ostgrönland
Laut einer neuen Studie versammeln sich Tausende Buckel-, Finn- und Zwergwale in den Gewässern Ostgrönlands. Ursache sind der Rückgang des Meereises und steigende Wassertemperaturen.
Mehr Wale im Norden? Hauptsache, für mich bleibt noch genug Fisch übrig.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
In den Gewässern Ostgrönlands versammeln sich immer mehr Bartenwale, darunter Tausende Buckel-, Finn- und Zwergwale. Dies geht aus einer Studie in der Fachzeitschrift Frontiers in Marine Science hervor. Grund für die Zunahme sind der rückläufige Meereis-Ausstoß der Arktis sowie gestiegene Wassertemperaturen. Die Untersuchung wurde unter der Leitung von Mads Peter Heide-Jorgensen vom Greenland Institute of Natural Resources zusammen mit der Universität Kopenhagen, der Universität Aarhus und Islands Marine and Freshwater Research Institute durchgeführt. Den Ergebnissen zufolge halten sich derzeit etwa 4.000 Buckelwale und 6.000 Finnwale in der Region auf. Die Zahl der Zwergwale hat sich auf rund 6.000 Tiere verdoppelt.
Verändertes Nahrungsangebot im Norden
Die Walpopulationen vertilgen schätzungsweise 880.000 bis 1,1 Millionen Tonnen Fisch und Krill pro Jahr. Die Tiere folgen dabei den Capelin-Fischen, die nach dem Jahr 2003 weiter nach Norden gewandert sind.
Veränderungen des arktischen Ökosystems
Der Ausstoß von arktischem Meereis ist auf den niedrigsten Stand seit mindestens 200 Jahren gesunken. Zudem sind die Temperaturen im Sommer und Herbst um etwa 1 °C gestiegen. Diese Entwicklung sorgt für wachsende Besorgnis um auf Eis angewiesene Arten wie den Narwal.
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