Spannungen im Schwarzen Meer: Weizenkäufer weichen auf baltische Häfen aus
Aufgrund von Beeinträchtigungen im Schwarzen Meer verlagern Getreidekäufer ihre Aufträge verstärkt nach Lettland, Litauen und Estland. Die Exportmengen aus dem Baltikum steigen deutlich an.
Mehr Betrieb in den baltischen Häfen – Hauptsache, die Kutter behalten Kurs.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Wegen anhaltender Spannungen im Schwarzen Meer verlagern Getreidekäufer ihre Bestellungen verstärkt nach Lettland, Litauen und Estland. Für die Verladung in baltischen Häfen wurden im August bereits rund eine Million Tonnen Weizen gebucht, was einem Anstieg von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieser Anstieg folgt auf eine Verdreifachung der Buchungen im Juli. Händler rechnen damit, dass in dieser Saison etwa sechs Millionen Tonnen Weizen für den baltischen Export zur Verfügung stehen werden. Die Weizenpreise haben unterdessen ein Dreijahreshoch erreicht.
Export an neue Bestimmungsorte
Die Frachten gehen zunehmend auch an weniger traditionelle Zielorte. Neben der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Sudan werden die Lieferungen unter anderem nach Nigeria, Südafrika, Libyen und Ägypten transportiert.
Mit dem Platzieren einer Gedenkmünze unter dem Kiel hat die Meyer Werft die Montage des zweiten Gigablocks für die „Disney Believe“ begonnen. Das mit Flüssiggas betriebene Kreuzfahrtschiff wird über 1.256 Kabinen bieten.
Um Investitionen und Dekarbonisierungsziele langfristig zu steuern, blickt die Schifffahrtsbranche von der Zukunft zurück in die Gegenwart. Das Verfahren ermittelt notwendige Schritte für das Jahr 2050.
AIDA Cruises erweitert sein Angebot an Fernreisen ab der deutschen Ostseeküste. Die mehrwöchige Route führt von Warnemünde über Afrika bis nach Mauritius.
Der US-Energiekonzern Chevron steigt verstärkt in die Förderung im Mittelmeer ein. Geplant sind zwei Erkundungsbohrungen sowie die Aufarbeitung von Seismikdaten im Gebiet Lotus.
ConocoPhillips und Venture Global haben einen langfristigen Kaufvertrag über jährlich 1,0 Millionen Tonnen Flüssigerdgas unterzeichnet. Die Lieferungen sollen im Jahr 2030 beginnen.
Der Kreuzfahrtkonzern Carnival Corporation strukturiert seine Marken um. Die Schiffe Arcadia und Queen Anne wechseln in den kommenden Jahren den Betreiber.