Britische Marine überwacht russischen Schiffskonvoi im Ärmelkanal
Die Royal Navy hat einen russischen Verband aus Kriegsschiffen und Frachtern durch britische Gewässer begleitet. Die Aktivität russischer Schiffe in der Region nimmt weiter zu.
Die britische Royal Navy hat in einer 72-stündigen Operation zwischen dem 27. und 30. August eine Gruppe russischer Schiffe durch britische Gewässer, die Nordsee und den Ärmelkanal verfolgt. Zum beobachteten Verband gehörten Kriegsschiffe sowie sanktionierte Frachter mit dem Ziel Tartus in Syrien. Der Einsatz erfolgte unter Nutzung von Radar, Sensoren und Hubschraubern. Die Überwachung der russischen Gruppe wurde von den Schiffen HMS Duncan, HMS St Albans, HMS Severn und HMS Mersey durchgeführt. Der Verband umfasste den Zerstörer Admiral Levchenko, die Fregatte Neustrashimy, das Versorgungsschiff Akademik Pashin sowie die sanktionierten Frachtschiffe General Skobelev und Sparta.
Anstieg der maritimen Aktivitäten
Nach Angaben der Royal Navy ist die russische maritime Aktivität in den ersten acht Monaten des Jahres 2026 um 25 Prozent gestiegen. Irland registrierte zudem einen Anstieg der Transite von Schattenflotten um 189 Prozent.
Das britische Verteidigungsministerium verkauft das amphibische Angriffsschiff HMS Bulwark für rund 26 Millionen US-Dollar an Brasilien. Künftig soll die Einheit in der maritimen Zone „Blauer Amazonas“ zum Einsatz kommen.
Ab November 2026 nimmt Easter Island Naviera eine monatliche Frachtroute von Punta Arenas zu den Falklandinseln auf. Argentinien protestiert gegen die wirtschaftliche Aktivität ohne eigene Zustimmung.
Aufgrund von starkem Seegang hat das Containerschiff Span Asia 39 Fracht vor Hamilo Point verloren. Die philippinische Küstenwache hat eine Navigationswarnung herausgegeben.
Ein Bericht des US-Rechnungshofs GAO kritisiert lange Wartezeiten für U-Boote der US Navy. Kapazitätsengpässe auf den Werften führten zu Milliardenverlusten und tausenden verlorenen Einsatztagen.
Das Frachtschiff Helgafell erprobt ein neuartiges, in Containern verbautes Wind- und Solarsystem. Das EU-Projekt WHISPER zielt darauf ab, den Treibstoffverbrauch in der Seefahrt zu senken.
Eine Tagung der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation zur Dekarbonisierung der Schifffahrt ist ohne Ergebnis geblieben. Blockaden mehrerer Staaten verzögern eine Entscheidung bis Ende November.