Kalifornien klagt gegen Aufhebung von Offshore-Windkraftprojekt
Der US-Bundesstaat Kalifornien geht gerichtlich gegen das US-Innenministerium vor, weil dieses eine Pacht für einen geplanten Windpark storniert hat. Die Staatsregierung sieht dadurch ihre langfristigen Energieziele bedroht.
Moin. Wer den Wind sät, erntet am Ende wohl Papierkram im Gerichtssaal.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Der US-Bundesstaat Kalifornien sowie die staatliche Energiekommission haben am 28. August das Innenministerium der USA wegen der Stornierung eines Pachtvertrags für einen Offshore-Windpark verklagt. Die Verantwortlichen bezeichnen den Rückkauf der Lizenz für das Projekt Golden State Wind als offensichtlich rechtswidrig. Durch die Absage sieht der Bundesstaat sein Ziel gefährdet, bis 2045 eine Kapazität von 25 GW zu erreichen.
Klage gegen das US-Innenministerium
Attorney General Rob Bonta und die Energiekommission des Bundesstaates reichten die Klage gegen das Innenministerium ein. Der Entwickler des Projekts hatte für den Pachtvertrag aus dem Jahr 2022 ursprünglich 120 Millionen US-Dollar gezahlt und erhält diese Summe im Rahmen des Deals zurück. Auf dem Areal sollten künftig 2 GW Leistung erzeugt werden.
Finanzielle Aufwendungen und Ausbauziele
Kalifornien gibt an, bereits mehr als 100 Millionen US-Dollar in die Infrastruktur von Häfen und Netzübertragung investiert zu haben. Zudem verweist der Bundesstaat auf Verpflichtungen des Entwicklers von mehr als 30 Millionen US-Dollar. Durch die Stornierung wird nach Darstellung Kaliforniens das Ziel zerstört, bis zum Jahr 2045 eine Gesamtkapazität von 25 GW bereitzustellen.
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