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Studie: Meeresspiegelanstieg bedroht Großteil der Korallenriffe im Indo-Pazifik

Laut einer Untersuchung der NTU Singapur könnten 76 Prozent der Korallenriffe im Indo-Pazifik bei hohen Emissionen dem steigenden Meeresspiegel nicht nachwachsen. Ohne deutliche Emissionssenkungen droht das Überschreiten einer kritischen Wachstumsgrenze in 35 Jahren.

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Forscher des Earth Observatory der NTU Singapur berichten im Fachjournal Nature Communications über die Gefährdung von Korallenriffen durch den Anstieg des Meeresspiegels. Laut der Untersuchung können 76 Prozent der analysierten Riffstandorte im Indo-Pazifik bei Szenarien mit hohen Emissionen nicht schnell genug nach oben wachsen. Ohne tiefgreifende Emissionssenkungen wird diese Belastungsgrenze voraussichtlich innerhalb von 35 Jahren überschritten.

Kritischer Schwellenwert für Riffwachstum identifiziert

Das Forschungsteam analysierte 288 historische Riffaufzeichnungen von 92 Standorten, die einen Zeitraum von rund 11.700 Jahren abdecken. Dabei identifizierten die Wissenschaftler einen Schwellenwert von 5,3 Millimetern relativen Meeresspiegelanstiegs pro Jahr. Wird diese Grenze überschritten, hören Riffe auf, nach oben zu wachsen.

Gefahr bei ausbleibenden Emissionssenkungen

Unter Szenarien mit hohen Emissionen wird dieses Limit ohne deutliche Verringerung der Emissionen voraussichtlich binnen 35 Jahren überschritten. Infolgedessen werden 76 Prozent der untersuchten Riffstandorte im Indo-Pazifik nicht in der Lage sein, mit dem steigenden Meeresspiegel Schritt zu halten.

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05.09., 08:07 Uhr