Indien plant Flottenausbau um 100 Schiffe zur Senkung von Frachtkosten
Das indische National Shipping Board hat einen Fünfjahresplan erarbeitet, um die nationale Flotte um bis zu 100 Schiffe aufzustocken. Damit sollen jährliche Ausgaben von etwa 75 Milliarden US-Dollar für ausländische Reedereien gesenkt werden.
Fünf Säulen für den Ausbau der Handelsflotte
Das indische National Shipping Board unter dem Vorsitz von Schifffahrtsminister Sarbananda Sonowal hat einen Fünfjahresplan ausgearbeitet, um die Zahl der indischen Schiffe deutlich zu erhöhen. Ziel der Maßnahme ist es, die Zahlungen an ausländische Reedereien zu verringern, die sich derzeit auf rund 75 Milliarden US-Dollar pro Jahr belaufen. Der strategische Fahrplan stützt sich auf fünf Säulen: Steuerreformen, garantierte Ladungsunterstützung, wettbewerbsfähige Finanzierungen, die Straffung von Regulierungsvorschriften sowie erleichterte Geschäftsbedingungen.
Wettbewerbsnachteile und langfristige Ziele
Offizielle Vertreter räumen ein, dass der Betrieb von Schiffen unter indischer Flagge derzeit 16 bis 20 Prozent teurer ist als bei der ausländischen Konkurrenz. Als Ursachen dafür werden Einfuhrzölle, Dienstleistungs- und Lohnsteuern sowie teureres inländisches Kapital genannt. Das längerfristige Ziel der Strategie ist es, einen Platz unter den top fünf Schiffseigner-Nationen einzunehmen und die Hafenkapazitäten des Landes bis zum Jahr 2047 zu vervierfachen.