Rekordauktion am Panamakanal: Transit kostet 5,3 Millionen Dollar
Ein südkoreanisches Unternehmen zahlt eine historische Höchstsumme für die Durchfahrt eines Flüssiggastankers. Ursachen für die extremen Preise sind geopolitische Konflikte und drohende Dürrebrände.
Bei den Preisen fahre ich mit meinem Kutter lieber einmal außen rum.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Das südkoreanische Unternehmen SK Gas hat bei einer Auktion für eine Durchfahrt durch den Panamakanal die Rekordsumme von 5,3 Millionen US-Dollar gezahlt. Mit dem zugeschlagenen Slot soll der Flüssiggastanker G. Spirit am 1. September in Richtung Norden den Kanal passieren. Grund für die extrem gestiegenen Gebühren sind eine verlagerte Nachfrage sowie eine drohende Dürre.
Auktionspreise steigen auf Extremwerte
Mit der Summe von 5,3 Millionen US-Dollar wurde der bisherige Rekord von 4,6 Millionen US-Dollar übertroffen, der erst zuvor im August aufgestellt worden war. Vor Februar 2026 lagen die mittleren Auktionspreise für eine Kanalpassage noch bei etwa 55.000 US-Dollar.
Veränderte Handelsrouten und Dürreerwartung
Die Kanalbehörde Panama Canal Authority begründet die deutlich stärkere Nachfrage damit, dass der Iran-Krieg den Handel in Richtung Asien umleitet. Dies führt für Schiffe ohne feste Buchung mittlerweile zu Wartezeiten von bis zu 11 Tagen. Zusätzlich sorgt eine erwartete El-Niño-Dürre dafür, dass die Durchfahrtslots sowie der zulässige Tiefgang für den Monat September reduziert werden müssen.
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