Fast vollständiger Ausfall der Getreideexporte im Schwarzen Meer
Einmonatige Drohnen- und Raketenangriffe haben mehr als 97 Prozent der russischen und ukrainischen Getreideexportkapazitäten im Schwarzen Meer gelähmt. Die Weizenpreise ziehen in der Folge deutlich an.
Durch einmonatige Drohnen- und Raketenangriffe auf Terminals und Schiffe sind mehr als 97 Prozent der russischen und ukrainischen Getreideexportkapazitäten im Schwarzen Meer und im Asowschen Meer ausgefallen. Während die ukrainischen Schwarzmeer-Terminals derzeit überhaupt nichts mehr verschiffen, steht Russland nur noch das Terminal in Tuapse zur Verfügung. Dies hat zu einem spürbaren Anstieg der Weizenpreise geführt.
Massiver Einbruch der Exportkapazitäten
Von den Angriffen auf die Infrastruktur und Schiffe sind unter anderem die Standorte Noworossijsk, Taman sowie das KSK-Terminal betroffen. Die ukrainischen Terminals am Schwarzen Meer haben ihren Betrieb vollständig eingestellt. Auf russischer Seite werden über das verbliebene Terminal in Tuapse derzeit nur noch rund 160.000 Tonnen Getreide pro Monat abgewickelt. Vor Beginn der Krise lag der gemeinsame monatliche Durchschnitt der Exporte beider Staaten noch bei 7,2 Millionen Tonnen.
Steigende Weizenpreise und Ausweichrouten
Die Ausfälle bei den Seehäfen wirken sich unmittelbar auf die Marktpreise aus. Die Weizenpreise sind im laufenden Monat um etwa 6,5 Prozent gestiegen und liegen derzeit rund 30 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Als Reaktion auf die blockierten Seewege leitet die Ukraine ihre Güterfrachten nun auf den Schienenweg sowie auf Häfen an der Donau um.
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