USA öffnen Schiffbau der Navy für ausländische Werften
Präsident Trump erlaubt ausländischen Schiffbauern den Bau bestimmter US-Kriegsschiffe unter Auflagen. Damit soll Problemen bei Kosten und Werftkapazitäten begegnet werden.
Hauptsache, die Kähne schwimmen am Ende auch auf Nordseewasser.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
US-Präsident Trump hat ein nationales Sicherheitsmemorandum erlassen, um den Schiffbau der US Navy grundlegend zu überholen. Mit dieser Maßnahme soll Kostenüberschreitungen, Verzögerungen und Kapazitätsgrenzen entgegengewirkt werden. Nach einem sogenannten Finnland-Modell dürfen ausländische Schiffbauer künftig bis zu zwei Schiffe im Ausland fertigen, bevor die Produktion in die Vereinigten Staaten verlagert wird. Dies gilt für Überwasserkampfschiffe, CONSOL-Tanker sowie Roll-on/Roll-off-Schiffe, sofern die Unternehmen US-Werften eröffnen und Fertigungstechniken übertragen.
Reaktionen von Markt und Verbänden
Infolge der Ankündigung stiegen die Aktien von Hanwha und Fincantieri. Der Shipbuilders Council of America warnte hingegen davor, dass jeder im Ausland gebaute Rumpf Arbeitsplätze von amerikanischen Werften abziehe.
Das britische Verteidigungsministerium verkauft das amphibische Angriffsschiff HMS Bulwark für rund 26 Millionen US-Dollar an Brasilien. Künftig soll die Einheit in der maritimen Zone „Blauer Amazonas“ zum Einsatz kommen.
Ab November 2026 nimmt Easter Island Naviera eine monatliche Frachtroute von Punta Arenas zu den Falklandinseln auf. Argentinien protestiert gegen die wirtschaftliche Aktivität ohne eigene Zustimmung.
Aufgrund von starkem Seegang hat das Containerschiff Span Asia 39 Fracht vor Hamilo Point verloren. Die philippinische Küstenwache hat eine Navigationswarnung herausgegeben.
Ein Bericht des US-Rechnungshofs GAO kritisiert lange Wartezeiten für U-Boote der US Navy. Kapazitätsengpässe auf den Werften führten zu Milliardenverlusten und tausenden verlorenen Einsatztagen.
Das Frachtschiff Helgafell erprobt ein neuartiges, in Containern verbautes Wind- und Solarsystem. Das EU-Projekt WHISPER zielt darauf ab, den Treibstoffverbrauch in der Seefahrt zu senken.
Eine Tagung der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation zur Dekarbonisierung der Schifffahrt ist ohne Ergebnis geblieben. Blockaden mehrerer Staaten verzögern eine Entscheidung bis Ende November.