USA öffnen Schiffbau der Navy für ausländische Werften
Präsident Trump erlaubt ausländischen Schiffbauern den Bau bestimmter US-Kriegsschiffe unter Auflagen. Damit soll Problemen bei Kosten und Werftkapazitäten begegnet werden.
Hauptsache, die Kähne schwimmen am Ende auch auf Nordseewasser.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
US-Präsident Trump hat ein nationales Sicherheitsmemorandum erlassen, um den Schiffbau der US Navy grundlegend zu überholen. Mit dieser Maßnahme soll Kostenüberschreitungen, Verzögerungen und Kapazitätsgrenzen entgegengewirkt werden. Nach einem sogenannten Finnland-Modell dürfen ausländische Schiffbauer künftig bis zu zwei Schiffe im Ausland fertigen, bevor die Produktion in die Vereinigten Staaten verlagert wird. Dies gilt für Überwasserkampfschiffe, CONSOL-Tanker sowie Roll-on/Roll-off-Schiffe, sofern die Unternehmen US-Werften eröffnen und Fertigungstechniken übertragen.
Reaktionen von Markt und Verbänden
Infolge der Ankündigung stiegen die Aktien von Hanwha und Fincantieri. Der Shipbuilders Council of America warnte hingegen davor, dass jeder im Ausland gebaute Rumpf Arbeitsplätze von amerikanischen Werften abziehe.
Mit dem Platzieren einer Gedenkmünze unter dem Kiel hat die Meyer Werft die Montage des zweiten Gigablocks für die „Disney Believe“ begonnen. Das mit Flüssiggas betriebene Kreuzfahrtschiff wird über 1.256 Kabinen bieten.
Um Investitionen und Dekarbonisierungsziele langfristig zu steuern, blickt die Schifffahrtsbranche von der Zukunft zurück in die Gegenwart. Das Verfahren ermittelt notwendige Schritte für das Jahr 2050.
AIDA Cruises erweitert sein Angebot an Fernreisen ab der deutschen Ostseeküste. Die mehrwöchige Route führt von Warnemünde über Afrika bis nach Mauritius.
Der US-Energiekonzern Chevron steigt verstärkt in die Förderung im Mittelmeer ein. Geplant sind zwei Erkundungsbohrungen sowie die Aufarbeitung von Seismikdaten im Gebiet Lotus.
ConocoPhillips und Venture Global haben einen langfristigen Kaufvertrag über jährlich 1,0 Millionen Tonnen Flüssigerdgas unterzeichnet. Die Lieferungen sollen im Jahr 2030 beginnen.
Der Kreuzfahrtkonzern Carnival Corporation strukturiert seine Marken um. Die Schiffe Arcadia und Queen Anne wechseln in den kommenden Jahren den Betreiber.