Japan testet erstmals Tomahawk-Marschflugkörper von Zerstörer
Die japanische Marineselbstverteidigungskraft hat im Pazifik erstmals erfolgreich einen Tomahawk-Marschflugkörper von einem Kriegsschiff abgefeuert. Der Test ist Teil einer umfassenden Strategie zur Modernisierung der Flotte.
Die japanische Marineselbstverteidigungskraft hat am 29. Juli ihren ersten scharfen Test eines Tomahawk-Marschflugkörpers durchgeführt. Das Geschoss wurde während einer Übung mit der US-Marine im Pazifik vom Aegis-Zerstörer JS Chokai abgefeuert. Damit ist Japan nach Australien und den Niederlanden der dritte Verbündete der USA, der einen solchen Marschflugkörper von einem Überwasserkampfschiff gestartet hat. Der erfolgreiche Test markiert einen Meilenstein für die japanischen Streitkräfte. Bislang hatten nur sehr wenige Partnerstaaten der USA diese Technologie von Überwasserschiffen aus erprobt. Die Übung, in deren Rahmen der Start erfolgte, wurde in enger Zusammenarbeit mit der US-Marine im pazifischen Raum vollzogen. Der Einsatz des Aegis-Zerstörers JS Chokai demonstriert die Integration moderner Waffensysteme in die japanische Flotte.
Finanzierung der Gegenangriffsstrategie
Für die Erweiterung der militärischen Fähigkeiten hat die Regierung in Tokio erhebliche finanzielle Mittel bereitgestellt. Insgesamt sind rund 113,6 Milliarden Yen budgetiert, um fünf Aegis-Zerstörer mit der Fähigkeit zum Abschuss von Tomahawk-Marschflugkörpern auszustatten. Diese Maßnahme ist Teil der nationalen Gegenangriffsstrategie Japans.
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