Umschlagrückgang im Hafen Antwerpen-Brügge im ersten Halbjahr 2026
Der Hafen Antwerpen-Brügge verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen Rückgang des Güterumschlags um 2,4 Prozent. Grund dafür sind schwächere Handelsströme und Störungen auf wichtigen Schifffahrtsrouten.
Weniger Kisten im Hafen? Hauptsache, der Kaffee für den Norden kommt noch an.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Der Hafen Antwerpen-Brügge hat im ersten Halbjahr 2026 einen Rückgang des Güterumschlags verzeichnet. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 133,9 Millionen Tonnen Fracht umgeschlagen, was einem Rückgang von 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Rückgang beim Containerumschlag
Der Containerumschlag an Europas zweitgrößtem Container-Drehkreuz erreichte in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 ein Volumen von 6,8 Millionen TEU. Die aktuellen Zahlen spiegeln schwächere Handelsströme sowie Störungen auf wichtigen Schifffahrtsrouten wider.
Bedeutung für europäische Lieferketten
Der Hafen Antwerpen-Brügge gilt weiterhin als ein wichtiger Gradmesser für den Zustand und die Stabilität der europäischen Lieferketten.
Das britische Verteidigungsministerium verkauft das amphibische Angriffsschiff HMS Bulwark für rund 26 Millionen US-Dollar an Brasilien. Künftig soll die Einheit in der maritimen Zone „Blauer Amazonas“ zum Einsatz kommen.
Ab November 2026 nimmt Easter Island Naviera eine monatliche Frachtroute von Punta Arenas zu den Falklandinseln auf. Argentinien protestiert gegen die wirtschaftliche Aktivität ohne eigene Zustimmung.
Aufgrund von starkem Seegang hat das Containerschiff Span Asia 39 Fracht vor Hamilo Point verloren. Die philippinische Küstenwache hat eine Navigationswarnung herausgegeben.
Ein Bericht des US-Rechnungshofs GAO kritisiert lange Wartezeiten für U-Boote der US Navy. Kapazitätsengpässe auf den Werften führten zu Milliardenverlusten und tausenden verlorenen Einsatztagen.
Das Frachtschiff Helgafell erprobt ein neuartiges, in Containern verbautes Wind- und Solarsystem. Das EU-Projekt WHISPER zielt darauf ab, den Treibstoffverbrauch in der Seefahrt zu senken.
Eine Tagung der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation zur Dekarbonisierung der Schifffahrt ist ohne Ergebnis geblieben. Blockaden mehrerer Staaten verzögern eine Entscheidung bis Ende November.