Frachtraten für Container steigen drastisch an: Hafenüberlastung erreicht Vierjahreshoch
Die Spotraten für Container von Asien in die USA sind massiv gestiegen und erreichen Werte von bis zu 13.000 US-Dollar. Grund dafür sind unter anderem Umleitungen im Roten Meer und eine erhebliche Überlastung der Häfen.
Wenn der Kahn im Stau steht, hilft auch kein kräftiges Moin mehr.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Die Spotraten für Containerfracht von Asien in die USA sind drastisch gestiegen und liegen mittlerweile zwischen 7.000 und 13.000 US-Dollar pro FEU. Gleichzeitig sorgt eine zunehmende Überlastung der Häfen dafür, dass fast elf Prozent der weltweiten Containerflotte blockiert sind. Dies stellt den höchsten Stand an Störungen im Schiffsverkehr seit dem Jahr 2022 dar.
Gründe für den Kapazitätsengpass
Für den starken Anstieg der Frachtraten und die Verknappung der Kapazitäten gibt es mehrere Ursachen. Neben den Umleitungen von Schiffen im Roten Meer spielen eine frühzeitig einsetzende Nachfrage zur Hauptsaison sowie Flugausfälle von Reedereien, sogenannte Carrier Blank Sailings, eine entscheidende Rolle.
Historische Überlastung der Häfen
Aktuell sind rund 10,9 Prozent der weltweiten Containerflotte durch Hafenüberlastungen gebunden. Dies ist der schwerwiegendste Engpass seit zwei Jahren. Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung auf der Route von Shanghai nach Los Angeles: Hier kletterten die Raten auf rund 6.482 US-Dollar pro FEU, was einem Sprung von 253 Prozent im Vergleich zum Niveau vor der Krise entspricht.
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