Frachtschiff nach Steuerungsausfall stundenlang manövrierunfähig
Wegen eines technischen Defekts und mangelnder Einweisung der Besatzung trieb ein Frachtschiff in der Bass-Straße stundenlang ohne Steuerung. Erst nach acht Stunden konnte der Fehler behoben werden.
Acht Stunden im Kreis fahren? Dat nennt der Seemann eine ausgiebige Hafenrundfahrt.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Ein loser Verbindungsbolzen hat auf dem 44,6 Meter langen Frachtschiff Matthew Flinders III in der Bass-Straße zu einem folgenschweren Steuerungsausfall geführt. Da der Kapitän mit der funktionstüchtigen Notsteuerung nicht vertraut war, trieb das Schiff stundenlang manövrierunfähig auf See. Erst nach rund acht Stunden konnte der Defekt behoben werden. Wie eine Untersuchung des Australian Transport Safety Bureau (ATSB) ergab, führte die lose Verbindung dazu, dass sowohl der Autopilot als auch die normale Nachlaufsteuerung des Frachtschiffs ausfielen. Während des Vorfalls stellte sich heraus, dass der Kapitän nicht mit der weiterhin funktionsfähigen Not-Kipphebelsteuerung vertraut war.
Eingeschränkte Kontrolle durch Motoren
Die Besatzung konnte schließlich eine eingeschränkte Kontrolle über das Schiff zurückgewinnen, indem sie die Motoren zur Steuerung nutzte. Mit dieser Methode drehte das Schiff um und steuerte zurück in Richtung Bridport. Rund acht Stunden nach dem Ausfall konnte der technische Fehler schließlich behoben werden.
Mängel bei der Einweisung festgestellt
Das ATSB wies im Zuge der Untersuchung auf erhebliche Mängel bei der Einführungsschulung hin. Konkret bemängelte die Behörde die unzureichende Ausbildung der Besatzung im Umgang mit den Backup-Steuerungssystemen an Bord des Frachtschiffs.
Das britische Verteidigungsministerium verkauft das amphibische Angriffsschiff HMS Bulwark für rund 26 Millionen US-Dollar an Brasilien. Künftig soll die Einheit in der maritimen Zone „Blauer Amazonas“ zum Einsatz kommen.
Ab November 2026 nimmt Easter Island Naviera eine monatliche Frachtroute von Punta Arenas zu den Falklandinseln auf. Argentinien protestiert gegen die wirtschaftliche Aktivität ohne eigene Zustimmung.
Aufgrund von starkem Seegang hat das Containerschiff Span Asia 39 Fracht vor Hamilo Point verloren. Die philippinische Küstenwache hat eine Navigationswarnung herausgegeben.
Ein Bericht des US-Rechnungshofs GAO kritisiert lange Wartezeiten für U-Boote der US Navy. Kapazitätsengpässe auf den Werften führten zu Milliardenverlusten und tausenden verlorenen Einsatztagen.
Das Frachtschiff Helgafell erprobt ein neuartiges, in Containern verbautes Wind- und Solarsystem. Das EU-Projekt WHISPER zielt darauf ab, den Treibstoffverbrauch in der Seefahrt zu senken.
Eine Tagung der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation zur Dekarbonisierung der Schifffahrt ist ohne Ergebnis geblieben. Blockaden mehrerer Staaten verzögern eine Entscheidung bis Ende November.