Griechenland droht mit Veto gegen neues EU-Sanktionspaket
Die Europäische Kommission plant einen Einfuhrstopp für russisches Flüssiggas. Griechenland blockiert das Vorhaben jedoch aus Sorge um die eigene Schifffahrtsflotte.
Wenn das Geschäft flöten geht, nützt auch der schönste Wind im Segel nichts.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Das geplante 21. Sanktionspaket der Europäischen Kommission gegen Russland stößt auf ein großes Hindernis. Griechenland droht mit einem Veto gegen die neuen Maßnahmen, die einen Einfuhrstopp für per Schiff transportiertes russisches Flüssiggas (LNG) vorsehen. Die Regierung in Athen sorgt sich um die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft. Griechenland verfügt über eine große Schifffahrtsflotte, die einen bedeutenden Anteil dieser Transporte abwickelt. Athen argumentiert, dass die geplanten Sanktionen die griechischen Schiffseigner härter treffen würden als die russischen Exporterlöse.
Sorgen in Brüssel vor Ausweichmanövern
In Brüssel stoßen die Einwände auf Besorgnis. Die Europäische Kommission befürchtet zum einen die Präzedenzwirkung einer möglichen Ausnahmeregelung. Zum anderen besteht das Risiko, dass griechische Eigentümer ihre LNG-Tankschiffe in undurchsichtige Eigentümerstrukturen einer sogenannten Schattenflotte verkaufen könnten.
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