Zulassung für Containerschiff mit Flüssigsalzreaktoren erteilt
Ein südkoreanisches Konsortium hat die grundsätzliche Zulassung für den Entwurf eines 15.000-TEU-Containerschiffs erhalten, das mit Flüssigsalz-Kleinreaktoren betrieben werden soll.
Die Partner Korea Atomic Energy Research Institute, KRISO und Samsung Heavy Industries haben das Konzept für das Neopanamax-Schiff gemeinsam entwickelt. Der Entwurf sieht ein Schiff mit einer Kapazität von 15.000 TEU vor, das eine Geschwindigkeit von 25 Knoten erreichen kann. Der Antrieb basiert auf zwei kleinen, modularen Flüssigsalzreaktoren. Durch diese Technologie benötigt das Schiff weder Treibstofftanks noch einen Schornstein.
Sicherheitskonzept der Flüssigsalz-Technologie
Ein wesentlicher Aspekt des Entwurfs ist die Sicherheit der Reaktoren. Die Flüssigsalz-Technologie sorgt dafür, dass der nukleare Brennstoff im Falle eines Versagens der Reaktion selbstständig aushärtet und sicher umschlossen wird. Die Klassifikationsgesellschaft ABS hat für dieses Design nun ein „Approval in Principle“, also eine grundsätzliche Zulassung, erteilt.
Nächste Schritte im Entwicklungsprogramm
Nach dem Erhalt der Zulassung werden die Partner als nächsten Schritt die Schnittstelle zwischen dem Reaktor und dem Schiff weiter verfeinern. Zudem sollen im Rahmen des südkoreanischen K-Moonshot-Technologieprogramms die Sicherheitsüberprüfungen und Testreihen gestartet werden.