Huthi-Rebellen verkünden Seeembargo gegen Saudi-Arabien und drohen mit Sperrung von Bab el-Mandeb
Die jemenitischen Huthi-Rebellen haben ein sofortiges Seeembargo gegen Saudi-Arabien verhängt. Zudem droht die Gruppierung mit der Schließung der strategisch wichtigen Meerenge Bab el-Mandeb.
Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen haben am 20. Juli ein sofortiges Seeembargo gegen Saudi-Arabien ausgerufen. Diese Maßnahme stellt eine Reaktion auf die Blockade durch die Koalition sowie auf einen Angriff auf den internationalen Flughafen von Sanaa dar. Zudem droht die Gruppierung mit der Schließung der strategisch bedeutsamen Meerenge Bab el-Mandeb. Die Sperrung dieser Meerenge hätte erhebliche Auswirkungen auf den internationalen Schiffsverkehr. Durch das Nadelöhr Bab el-Mandeb werden rund 12 Prozent des weltweiten Handels sowie ein Viertel des globalen Containerverkehrs abgewickelt.
Druck auf saudi-arabische Exportrouten
Wie stellvertretender Medienchef Nasruddin Amer erklärte, soll die Passage geschlossen werden. Diese Maßnahme erhöht den Druck auf die saudi-arabische Ost-West-Pipeline in Riad. Diese Pipeline dient dem Land als wesentliche Ausweichroute für die Straße von Hormus, die vom Iran blockiert wird. Eine erneute Störung auf dieser Route würde Reedereien dazu zwingen, den weiten Umweg um das Kap der Guten Hoffnung zu nehmen.
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