WMO-Klimabericht: Steigende Meeresspiegel und extreme Hitze belasten Südwestpazifik
Ein neuer Bericht der Weltorganisation für Meteorologie dokumentiert dramatische Klimaveränderungen im Südwestpazifik. Neben Rekordtemperaturen und schwindenden Gletschern forderte ein tropischer Wirbelsturm zahlreiche Todesopfer.
Ein neuer Klimabericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) zeichnet ein besorgniserregendes Bild für den Südwestpazifik. Die Region verzeichnete das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen, begleitet von extremen marinen Hitzewellen und einem kontinuierlichen Anstieg des Meeresspiegels. Zudem führten extreme Wetterereignisse wie der Zyklon Senyar zu verheerenden Folgen für die Bevölkerung. Der Bericht „State of the Climate in the South-West Pacific 2025“ der WMO dokumentiert tiefgreifende Veränderungen im marinen Ökosystem. Die Ausbreitung mariner Hitzewellen erreichte das größte jemals in einem Nicht-El-Niño-Jahr gemessene Ausmaß. Gleichzeitig wurde in fast der gesamten Region ein historisch niedriger pH-Wert an der Meeresoberfläche registriert, was auf eine fortschreitende Versauerung der Ozeane hindeutet.
Steigende Meeresspiegel und schmelzende Gletscher
Seit dem Jahr 1999 ist der Meeresspiegel im Südwestpazifik um durchschnittlich 3,7 Millimeter pro Jahr angestiegen. Diese Entwicklung bedroht die Küstenregionen der betroffenen Inselstaaten und Küstenländer. Auch an Land sind die Auswirkungen des Klimawandels unübersehbar: Der letzte tropische Gletscher Indonesiens steht vor dem vollständigen Verschwinden und könnte bereits Anfang des Jahres 2027 komplett geschmolzen sein.
Tödliche Folgen durch Zyklon Senyar
Neben den schleichenden Veränderungen führten extreme Wetterereignisse zu akuten Katastrophen. Der Zyklon Senyar, der als erster tropischer Wirbelsturm seit dem Jahr 1886 die Straße von Malakka passierte, verursachte schwere Verwüstungen. Durch die Auswirkungen des Sturms kamen in Indonesien und Malaysia mehr als 1.200 Menschen ums Leben.
Das britische Verteidigungsministerium verkauft das amphibische Angriffsschiff HMS Bulwark für rund 26 Millionen US-Dollar an Brasilien. Künftig soll die Einheit in der maritimen Zone „Blauer Amazonas“ zum Einsatz kommen.
Ab November 2026 nimmt Easter Island Naviera eine monatliche Frachtroute von Punta Arenas zu den Falklandinseln auf. Argentinien protestiert gegen die wirtschaftliche Aktivität ohne eigene Zustimmung.
Aufgrund von starkem Seegang hat das Containerschiff Span Asia 39 Fracht vor Hamilo Point verloren. Die philippinische Küstenwache hat eine Navigationswarnung herausgegeben.
Ein Bericht des US-Rechnungshofs GAO kritisiert lange Wartezeiten für U-Boote der US Navy. Kapazitätsengpässe auf den Werften führten zu Milliardenverlusten und tausenden verlorenen Einsatztagen.
Das Frachtschiff Helgafell erprobt ein neuartiges, in Containern verbautes Wind- und Solarsystem. Das EU-Projekt WHISPER zielt darauf ab, den Treibstoffverbrauch in der Seefahrt zu senken.
Eine Tagung der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation zur Dekarbonisierung der Schifffahrt ist ohne Ergebnis geblieben. Blockaden mehrerer Staaten verzögern eine Entscheidung bis Ende November.