Suezkanal erhöht Gebühren trotz Rückkehr von Reedereien
Die Suezkanal-Behörde hebt die Zuschläge für verschiedene Schiffstypen ab dem 15. Juli an. Dies geschieht während Reedereien wie Maersk und Hapag-Lloyd nach langen Umwegen eine vorsichtige Rückkehr wagen.
Mehr bezahlen fürs Abkürzen? Da fahr ich lieber gemütlich außen rum.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Die Suezkanal-Behörde hat eine neue Runde von Zuschlägen angekündigt, die ab dem 15. Juli in Kraft treten. Diese Erhöhung erfolgt genau zu dem Zeitpunkt, an dem erste Containerschiffe auf die Route zurückkehren. Zuvor hatten Reedereien wegen Sicherheitsbedenken für 18 Monate Umwege um das Kap der Guten Hoffnung in Kauf genommen.
Deutliche Aufschläge für verschiedene Schiffstypen
Die neuen Zuschläge betreffen unterschiedliche Schiffsklassen in verschiedenem Maße. Für beladene Rohöl- und Produktentanker steigen die Gebühren von zuvor 25 Prozent auf 37 Prozent der Standard-Transitgebühren. Bei Schüttgutfrachtern verdoppelt sich der Aufschlag nahezu von 10 Prozent auf 22 Prozent. Containerschiffe sind künftig mit einem Zuschlag von 12 Prozent konfrontiert.
Vorsichtige Rückkehr der Reedereien
Diese Gebührenanpassungen fallen mit einer vorsichtigen Rückkehr großer Reedereien zusammen. Die Unternehmen Maersk und Hapag-Lloyd leiten nach einer 18-monatigen Phase von Umleitungen um das Kap der Guten Hoffnung wieder erste Schiffe durch den Suezkanal. Die Suezkanal-Behörde bezeichnet die neuen Zuschläge als vorübergehend und an die Marktbedingungen gebunden. Eine Änderung oder Aufhebung der Gebühren bleibt somit offen und soll von der Entwicklung der Transitvolumina sowie der Sicherheitslage im Roten Meer abhängen.
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