Erster wöchentlicher Containerdienst durch die Arktis nach Europa startet
Die Reederei Sealegend Shipping etabliert eine wöchentliche Containerverbindung zwischen China und Europa über die Nordostpassage. Die Route soll eine schnellere und emissionsärmere Alternative bieten.
Container im Packeis. Hoffentlich haben die Matrosen auch warme Socken eingepackt.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Die Reederei Sealegend Shipping richtet den ersten fahrplanmäßigen, wöchentlichen Containerdienst zwischen China und Europa über die Nordostpassage ein. Zwischen dem 12. August und dem 27. Oktober sind insgesamt acht Abfahrten geplant. Diese neue Route soll eine schnellere saisonale Alternative zu den herkömmlichen Transportwegen darstellen. Für den neuen Dienst setzt das Unternehmen sieben Schiffe ein, angeführt von der Istanbul Bridge mit einer Kapazität von 4.890 TEU. Die in Ningbo-Zhoushan konsolidierte Ladung soll die europäischen Häfen Felixstowe, Rotterdam, Wilhelmshaven und Gdynia in einer Fahrtzeit von 20 bis 22 Tagen erreichen.
Alternative Routenführung und CO2-Einsparung
Der Dienst wird als eine schnellere saisonale Alternative zum Suezkanal sowie zum Schienentransport vermarktet. Aufgrund der kürzeren Distanz gibt Sealegend Shipping an, dass die CO2-Emissionen um rund 50 Prozent niedriger ausfallen. Das Vorhaben gilt als ein Meilenstein für die Ambitionen Chinas im Rahmen der sogenannten polaren Seidenstraße.
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