USA kündigen Seeblockade gegen Iran und Gebühren im Golf an
Die USA wollen die Seeblockade gegen den Iran reaktivieren und eine Gebühr von 20 Prozent auf alle Frachten in der Straße von Hormus erheben. Dies stößt auf internationalen Widerstand.
20 Prozent Wegezoll auf dem Wasser? Da lob ich mir den Nord-Ostsee-Kanal.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Die Vereinigten Staaten planen die Wiedereinführung ihrer Seeblockade gegen den iranischen Schiffsverkehr. Zudem beanspruchen die USA die Rolle als Schutzherr der Meerenge und fordern eine Gebühr von 20 Prozent auf alle Frachten in der Straße von Hormus. Diese Maßnahmen sollen zur Deckung von Sicherheitskosten dienen. Am Montag kündigte US-Präsident Trump an, dass die Vereinigten Staaten ihre Seeblockade wieder in Kraft setzen. Zudem erklärte er die USA zum 'Guardian of the Hormuz Strait'. Zur Deckung der Sicherheitskosten forderte er eine Gebühr von 20 Prozent auf alle Frachten, die die Wasserstraße durchqueren. Nach Angaben von CENTCOM sollen die Blockadeoperationen am 14. Juli wieder anlaufen.
Milliardenwerte während der Blockadepause transportiert
Nach Schätzungen von TankerTrackers haben während einer 26-tägigen Pause der Blockade mehr als 80 Millionen Barrel iranisches Rohöl die Region verlassen. Der Wert dieses Öls wird auf über 6 Milliarden US-Dollar geschätzt. Zudem warten derzeit noch rund 30 Millionen Barrel auf ihren Abtransport.
Widerspruch zu internationalem Recht
Der Vorschlag für die Erhebung einer Gebühr steht im direkten Widerspruch zu einer Resolution des IMO-Rates. Diese war erst wenige Tage zuvor verabschiedet worden und legt fest, dass die Passage durch die Meerenge gebührenfrei bleiben muss.
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