Ukraine weitet Drohnenangriffe im Asowschen Meer aus
Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs wurden mehrere russische Tanker und Frachtschiffe im Asowschen Meer attackiert. Russland reagierte mit Gegenangriffen und der Sperrung wichtiger Schifffahrtswege.
Die ukrainischen Streitkräfte haben ihre Drohnenangriffe im Asowschen Meer ausgeweitet und dabei mehrere russische Schiffe getroffen. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs wurden sieben Treibstofftanker und fünf Frachtschiffe attackiert. Diese Aktionen sind Teil einer Kampagne, die ursprünglich die Treibstoffversorgung der besetzten Krim abschneiden sollte.
Ausmaß der Drohnenangriffe
Ein ukrainischer Drohnenkommandant gab an, dass in einer einzigen Nacht 28 Schiffe und seit dem 6. Juli insgesamt 76 Schiffe getroffen worden seien. Diese Zahlen ließen sich bisher nicht unabhängig überprüfen.
Russische Reaktionen und Blockaden
Als Reaktion auf die Angriffe hat Russland ukrainische Häfen am Schwarzen Meer attackiert. Dabei wurde mindestens ein ausländisches Schiff beschädigt. Zudem sperrte Russland vorübergehend die Straße von Kertsch sowie den Don-Asow-Kanal.
Auswirkungen auf den Welthandel
Die Störungen im Schiffsverkehr haben bereits wirtschaftliche Folgen. Die Weizenpreise stiegen an, da Händler die Auswirkungen der beeinträchtigten Schifffahrt abwägen.
Das britische Verteidigungsministerium verkauft das amphibische Angriffsschiff HMS Bulwark für rund 26 Millionen US-Dollar an Brasilien. Künftig soll die Einheit in der maritimen Zone „Blauer Amazonas“ zum Einsatz kommen.
Ab November 2026 nimmt Easter Island Naviera eine monatliche Frachtroute von Punta Arenas zu den Falklandinseln auf. Argentinien protestiert gegen die wirtschaftliche Aktivität ohne eigene Zustimmung.
Aufgrund von starkem Seegang hat das Containerschiff Span Asia 39 Fracht vor Hamilo Point verloren. Die philippinische Küstenwache hat eine Navigationswarnung herausgegeben.
Ein Bericht des US-Rechnungshofs GAO kritisiert lange Wartezeiten für U-Boote der US Navy. Kapazitätsengpässe auf den Werften führten zu Milliardenverlusten und tausenden verlorenen Einsatztagen.
Das Frachtschiff Helgafell erprobt ein neuartiges, in Containern verbautes Wind- und Solarsystem. Das EU-Projekt WHISPER zielt darauf ab, den Treibstoffverbrauch in der Seefahrt zu senken.
Eine Tagung der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation zur Dekarbonisierung der Schifffahrt ist ohne Ergebnis geblieben. Blockaden mehrerer Staaten verzögern eine Entscheidung bis Ende November.