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Schwere Maschinengewehre auf der Ostsee: Russischer Gastanker offenbar bewaffnet

Eine Untersuchung von Journalisten zeigt, dass ein russischer Flüssiggastanker in der Ostsee mit schweren Maschinengewehren ausgerüstet wurde. Zudem befindet sich offenbar Personal mit militärischem Hintergrund an Bord.

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Eine gemeinsame Untersuchung des Recherchenetzwerks OCCRP und europäischer Medienpartner hat ergeben, dass Russland einen kommerziellen Flüssiggastanker in der Ostsee bewaffnet hat. Das im Besitz von Gazprom befindliche Schiff transportiert Flüssiggas auf einer regulären Handelsroute. Überwachungsfotos belegen die militärische Ausrüstung des Frachters.

Schwere Maschinengewehre auf der Brücke

Nach den Ergebnissen der Untersuchung ist der LNG-Spezialtanker „Marshal Vasilevskiy“ auf beiden Seiten der Brücke mit zwei schweren Maschinengewehren des Typs Kord im Kaliber 12,7 Millimeter ausgestattet. Diese befinden sich in mit Sandsäcken gesicherten Stellungen auf dem Handelsschiff.
Die Bewaffnung wurde durch Überwachungsfotos dokumentiert, die das estnische Amt für Polizei und Grenzschutz im Mai aufgenommen hat. Die „Marshal Vasilevskiy“ verkehrt auf einer regulären kommerziellen Route und transportiert verflüssigtes Erdgas (LNG) zwischen Bolshoy Bor und der russischen Exklave Kaliningrad.

Militärisches Personal an Bord

Neben der Bewaffnung stießen die Ermittler auch auf auffälliges Personal an Bord des Gastankers. Im Rahmen der Recherchen konnten mindestens 22 Personen auf dem Schiff identifiziert werden, die einen Hintergrund beim russischen Militär, dem Geheimdienst FSB oder der Nationalgarde aufweisen.

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