Chinesische Werft präsentiert Konzept für schwimmenden Atom-Hafen
Die Werft Jiangnan hat Pläne für einen kernkraftbetriebenen Logistikknotenpunkt auf hoher See vorgestellt. Das Projekt verspricht mehr Effizienz, wirft jedoch komplexe rechtliche Fragen auf.
Kernkraft auf hoher See? Da reicht mir der normale Gegenwind völlig aus.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Die chinesische Werft Jiangnan hat auf der Fachmesse Posidonia in Athen das Konzept für einen schwimmenden, kernkraftbetriebenen Logistikknotenpunkt vorgestellt. Dieser soll weit vor der Küste als Containerterminal, Kraftwerk und Anlage für grünen Treibstoff dienen. Analysten weisen jedoch darauf hin, dass für ein solches Projekt außerhalb nationaler Grenzen die rechtlichen Rahmenbedingungen fehlen. Das Konzept sieht vor, dass große Containerschiffe ihre Ladung etwa 200 Seemeilen vor der Küste löschen. Von dort aus sollen Zubringerschiffe, sogenannte Feeder, die Fracht an Land transportieren. Durch dieses Verfahren soll die Überlastung der Häfen an Land verringert werden. Zudem ist geplant, direkt vor Ort emissionsfreien Treibstoff zu produzieren.
Rechtliche Hürden statt technischer Probleme
Nach Einschätzung von Analysten liegen die größten Hindernisse für die Umsetzung des Projekts nicht im technischen, sondern im rechtlichen Bereich. Bislang existiert kein internationales Regelwerk, das die Lizenzierung, das Zollwesen, das Arbeitsrecht oder die Haftung bei nuklearen Unfällen für einen Reaktor regelt, der außerhalb nationaler Grenzen betrieben wird.
Das britische Verteidigungsministerium verkauft das amphibische Angriffsschiff HMS Bulwark für rund 26 Millionen US-Dollar an Brasilien. Künftig soll die Einheit in der maritimen Zone „Blauer Amazonas“ zum Einsatz kommen.
Ab November 2026 nimmt Easter Island Naviera eine monatliche Frachtroute von Punta Arenas zu den Falklandinseln auf. Argentinien protestiert gegen die wirtschaftliche Aktivität ohne eigene Zustimmung.
Aufgrund von starkem Seegang hat das Containerschiff Span Asia 39 Fracht vor Hamilo Point verloren. Die philippinische Küstenwache hat eine Navigationswarnung herausgegeben.
Ein Bericht des US-Rechnungshofs GAO kritisiert lange Wartezeiten für U-Boote der US Navy. Kapazitätsengpässe auf den Werften führten zu Milliardenverlusten und tausenden verlorenen Einsatztagen.
Das Frachtschiff Helgafell erprobt ein neuartiges, in Containern verbautes Wind- und Solarsystem. Das EU-Projekt WHISPER zielt darauf ab, den Treibstoffverbrauch in der Seefahrt zu senken.
Eine Tagung der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation zur Dekarbonisierung der Schifffahrt ist ohne Ergebnis geblieben. Blockaden mehrerer Staaten verzögern eine Entscheidung bis Ende November.