Nach ukrainischen Drohnenangriffen auf Raffinerien hat Russland ein vorübergehendes Exportverbot für Diesel verhängt. Die Maßnahme soll den heimischen Markt stabilisieren, sorgt jedoch bereits für Rekordpreise in Europa.
Russland hat am 8. Juli ein Exportverbot für Diesel in Kraft gesetzt, das bis zum 31. Juli andauern soll. Mit dieser Maßnahme reagiert das Land auf Engpässe und Preissteigerungen auf dem heimischen Kraftstoffmarkt, die durch systematische ukrainische Drohnenangriffe auf Ölraffinerien verursacht wurden. Ausnahmen gelten lediglich für bereits bestehende Regierungsabkommen. Die Angriffe auf die Infrastruktur hatten zuvor zu einer Verknappung von Benzin und zu deutlichen Preissprüngen im russischen Inland geführt. Durch den vorübergehenden Exportstopp soll die Versorgung im eigenen Land gesichert werden.
Auswirkungen auf den europäischen Markt
Die Ankündigung des Exportstopps hatte unmittelbare Auswirkungen auf die internationalen Märkte. Die europäischen Diesel-Margen stiegen nach Bekanntwerden der Nachricht auf einen Rekordwert von 60,17 US-Dollar pro Barrel. Bereits Anfang Juli waren die russischen Dieselexporte über den Seeweg massiv eingebrochen und auf ein Niveau von 214.000 Barrel pro Tag gesunken.
Ausnahmen für bestehende Verträge
Das verhängte Verbot sieht gezielte Ausnahmen vor. Bereits zuvor vereinbarte Regierungsgeschäfte, wie beispielsweise Abkommen mit der Mongolei, sind von den Exportbeschränkungen ausgenommen und werden weiterhin bedient.
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