Engpässe im Schiffbau könnten weltweiten LNG-Ausbau bremsen
Weil fast alle neuen LNG-Spezialschiffe in Südkorea und China gebaut werden, drohen Verzögerungen und steigende Kosten. Dies könnte den historischen Ausbau der weltweiten LNG-Versorgung verlangsamen.
Wenn die Asiaten keine Schiffe liefern, müssen wir eben wieder paddeln.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Der historisch größte Ausbau der weltweiten LNG-Versorgung, der von den USA und Katar angeführt wird, könnte sich verzögern. Grund dafür ist, dass fast alle für den Transport des Flüssiggases benötigten Schiffe in Südkorea und China gebaut werden. Dies geht aus einem Bericht von Wood Mackenzie hervor.
Konzentration auf wenige Werften birgt Risiken
Für die Auslieferung ab dem Jahr 2027 befinden sich derzeit mehr als 260 LNG-Tanker in den Auftragsbüchern. Rund zwei Drittel dieser Schiffe werden in Südkorea gefertigt, während der Großteil der verbleibenden Aufträge auf China entfällt. Diese starke Konzentration auf nur zwei Produktionsländer erhöht laut dem Bericht das Risiko von Lieferverzögerungen und steigenden Schiffskosten.
Milliardeninvestitionen für Alternativen nötig
Der Aufbau alternativer Schiffbauzentren außerhalb von Südkorea und China stellt keine kurzfristige Lösung dar. Die Errichtung solcher neuen Produktionsstandorte würde mehrere Jahre in Anspruch nehmen und Investitionen in Höhe von mehreren Zehnmilliarden Dollar erfordern.
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