Ratschläge gegen Seekrankheit: Tipps für die Schiffsüberfahrt nach Helgoland
Vor einer geplanten Reise nach Helgoland suchen Fahrgäste nach Mitteln gegen die Übelkeit bei Seegang. In den sozialen Medien teilen Erfahrene ihre besten Ratschläge.
Ein echter Seemann isst Apfelkuchen vor der Fahrt – schmeckt in beide Richtungen.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Vor einer geplanten Schiffsreise nach Helgoland suchen besorgte Passagiere nach wirksamen Mitteln gegen die Seekrankheit. In einer Online-Diskussion wurden zahlreiche Ratschläge für eine entspannte Überfahrt zusammengetragen. Die Empfehlungen reichen von speziellen Verhaltensweisen an Bord bis hin zu kulinarischen Empfehlungen. Eine Mutter, Anla Lila, fragte am Abend des 28. Oktober 2026 mit Blick auf eine geplante Samstagsüberfahrt mit ihren Töchtern um Rat: „Hallo, ich will am Samstag mit meinen Töchtern rüber fahren, ws denkt ihr mit was dür Wellen ist denn zu rechnen. Hatte mal ne Tour mit vielen Tüten und die Kinder haben Angst. Für einen Rat wäre ich sehr dankbar. Liebe Grüße.“ Daraufhin gingen über 40 Kommentare ein, wie in der Facebook-Gruppe „Wenn Du Helgoland kennst, dann …“ zu lesen ist.<2>Unterschiedliche Positionen auf dem SchiffZur besten Platzwahl gibt es verschiedene Meinungen. Leonie Lemm schilderte ihre Erfahrung: „Wir sind gestern rüber und es war schon ordentlich schaukelig, Spucktüten wurden verteilt, viele Passagiere mussten diese auch nutzen. Mal sehen wie morgen der Rückweg wird. Am besten ist mit den Kids dann ganz oben bzw. draußen an der Luft.“ Dem widersprach Wob Bel: „Nix oben sondern unten und mittig im Schiff hat es die wenigsten Bewegungen.“ Dem stimmte Thomas Kürzel zu: „Das ist richtig, unten in der Mitte, da ist es wie im Auto.“ Auch Silke Clausen riet: „Es wird ruhig. Wenn es heftig wird, soll man sich in der Mitte vom Schiff aufhalten.“
Tipps zum Blickwinkel und Hilfsmitteln
Angela Naumann betonte: „Und dann auf den Horizont schauen, das hilft. Ein Tipp der Crew.“ Auch Rockn Roenne erklärte: „Wenn es schaukelt, hilft es, die Augen auf den Horizont zu richten, der bleibt immer gerade! Das beruhigt den Magen!“ Diana Köllner berichtete von einer Fahrt bei zwei Meter hohen Wellen: „Wir hatten vor gut 2 Wochen 2 m Wellen und vorher echt Panik, da wir eigentlich nur Ententeich-Überfahrten kannten. Wir hatten die Akupressur-Armbänder, Reisetablette genommen und blieben warm angezogen draußen mit festem Blick auf den Horizont. Es war ordentlich schaukelig, aber es hat tatsächlich sogar fast Spaß gemacht, solange man den Blick nicht vom Horizont genommen hat. Für Samstag sieht es wellentechnisch momentan aber gut aus.“ Mathilde Dosenfaenger meinte: „Ich kann Akupressurarmbänder empfehlen. Und auch wenn viele anderes sagen, aufs Oberdeck an die frische Luft und festen Punkt am Horizont fixieren.“
Medikamente, Essen und technische Hilfen
Dorothea Ohly-Visarius empfahl: „In der Apotheke gibt es sehr gut wirksame Reisetabletten. Ich schwöre darauf.“ Anke Weigelt führte aus: „Grundsätzlich etwas leichtes Essen und ich nehme immer eine Reisetablette, wenn Wellen angesagt sind. Bei manchen hilft Ingwer und frische Luft (wenn man raus darf) ist immer gut. Ein Trost, meist ist die Hinreise nach Helgoland schlimmer als die Rückfahrt.“ Zu den kulinarischen Hinweisen äußerte sich Sönke Jürgens: „Und viel Schokolade essen, hilft eigentlich immer“. Sebastian Hecktor merkte an: „Apfelkuchen hilft. schmeckt hoch genauso wie runter.“Zur Technik und der aktuellen Lage äußerten sich weitere Personen. Volker Janßen schrieb: „Die MS Helgoland hat Stabilisatoren. Das sollte ruhig werden. Besonders wenn das Wetter die ganze Woche ruhig bleibt.“ Auch Chris Ti An betonte: „Bei dem angekündigten Wellengang wird es eine entspannte Fahrt, die Stabilisatoren sind wirklich gut. Wenn schönes Wetter ist, draußen sitzen, ansonsten möglichst mittig.“ Pamela Thurau beruhigte: „Also wir waren heute da (Tagesfahrt) und es war total entspannt.“ Wer fahren will, sollte sich kurz vorher bei der Reederei informieren.
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