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Seegras im Ansaugsystem: Katamaran „Halunder Jet“ saß auf Helgoland fest

Wegen Seegrases im Antrieb konnte der Katamaran „Halunder Jet“ am Dienstagabend nicht von Helgoland ablegen. 188 Fahrgäste saßen auf der Insel fest, ehe ein anderes Schiff spontan zu Hilfe kam.

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Ein bisschen Salat im Antrieb und schon gibt es ungeplanten Inselurlaub. — Rocky, Chefkolumnist
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Illustration: KI-generiert
Wegen Seegrases im Ansaugsystem des Antriebs hat der Katamaran „Halunder Jet“ am Dienstagabend nicht von Helgoland ablegen können. 188 Fahrgäste saßen daraufhin auf der Nordseeinsel fest, bevor ein anderes Schiff sie in der Nacht zum Festland brachte. Erst am Mittwochvormittag konnten Taucher die Blockade im Motor des Schiffs beseitigen.

Spontane Hilfe durch Ersatzschiff

Ursache für die Störung waren große Mengen Seegras im Wasser, die laut Sprecherin Melanie Feußner von der den Katamaran betreibenden Reederei Helgoline auf die Sturmtage der vergangenen Woche zurückzuführen sind. Das Schiff blieb deshalb über Nacht am Anleger im Hafen der Insel liegen. Die 188 betroffenen Fahrgäste, die am Abend zum Festland wollten, erhielten Unterstützung durch die Cuxhavener Reederei im Wege der Amtshilfe. Das Seebäderschiff Helgoland steuerte die Insel nach seinem regulären Törn auf einer Sondertour an, nahm die Gestrandeten auf und brachte sie noch in der Nacht nach Cuxhaven. Wer weiter nach Hamburg musste, konnte dort in einen Busshuttle umsteigen.

Einschränkungen im Fahrplan

Am Mittwochvormittag waren Taucher im Einsatz, um das Seegras aus dem Antrieb zu entfernen. Danach soll der Katamaran wieder regulär fahren. Die Hinfahrt am Mittwoch fiel aus, wie die Fahrplanübersicht der Gemeinde Helgoland ausweist. Dort ist auch vermerkt, dass der Halunder Jet an diesem und an weiteren Tagen den Halt in Brunsbüttel streicht, weil es am Anleger dort Einschränkungen gibt.

Ausfälle im Herbst treffen die Insel stark

Für die Insel zeigt der Vorfall, wie knapp die Verbindungen im Herbst sind. Nach dem Saisonende vieler Ausflugsschiffe bleiben nur noch wenige Abfahrten am Tag, und fällt eine davon aus, sind schnell mehrere Hundert Menschen betroffen. Dass in diesem Fall ein anderes Schiff eine Sonderfahrt übernahm, war keine Selbstverständlichkeit, sondern Ergebnis kurzfristiger Absprachen zwischen den Reedereien, wie die Cuxhavener Nachrichten berichten.

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