Engpass beim Taxibetrieb auf Helgoland beschäftigt Gemeindevertretung
Auf Helgoland sorgt der eingeschränkte Taxibetrieb für Kritik. Die Gemeindevertretung berät nun über Lösungen vor allem für ältere Menschen und Familien.
Eine Vertreterin des Seniorenbeirats berichtete in der Sitzung vom 30. September 2026, dass Anrufe vom Taxibetrieb oft nicht entgegengenommen würden. Taxis seien häufig nicht verfügbar oder stünden nur zu Zeiten bereit, in denen sie nicht gebraucht würden. Von drei vorhandenen Lizenzen werde seit längerem meist nur ein Fahrzeug genutzt, regelmäßig lediglich zwischen zehn und fünfzehn Uhr.
Auswirkungen auf Senioren und Eltern
Diese Situation treffe insbesondere ältere Menschen sowie Eltern mit Kinderwagen, die auf den Transport zum Gesundheitszentrum im Krankenhaus oder zu den Schiffen im Südhafen angewiesen seien. Der Seniorenbeirat regte an, dass wieder drei Taxis fahren und ungenutzte Lizenzen freigegeben werden. Auf der Insel gebe es Interessenten, die eine Lizenz übernehmen würden.
Vorsitzender der Gemeindevertretung Peter Botter erklärte, dass die Vergabe der Lizenzen beim Kreis liege. Er schlug vor, dass die Verwaltung zeitnah Gespräche mit dem Betreiber führen solle. Bringe das keine Besserung, solle in einem zweiten Schritt der Kreis informiert werden. Botter gab an, selbst bereits mehrfach mit dem Betreiber telefoniert zu haben. Eine Gemeindevertreterin warnte jedoch davor, den Kreis zu früh einzuschalten, um eine Kürzung der Lizenzanzahl zu verhindern.
Weitere Vorschläge und Zwischenstand
Im Rahmen der Sitzung wurden zudem weitere Ideen erörtert, darunter die zeitweise Nutzung eines Wagens der Inselbahn. Elektroscooter des Pflegedienstes stehen nach Angaben der Verwaltung nicht mehr zur Verfügung. Die Verwaltung sagte zu, die Anfragen aufzunehmen und Gespräche zu führen. Einen förmlichen Beschluss gab es nicht.