▶ Live hören
Meldung ✓

Finanzlücke in Wilster: Regionalmagazin „3,54 unter Null“ droht das Aus

Dem geförderten Wilstermarsch-Magazin fehlen für eine Fortsetzung 40.000 Euro. Das Projektteam hofft auf Unterstützung von Kommunen, Anzeigenkunden und privaten Spendern.

KI-generierter Inhalt · wie wir arbeiten →

Kein Geld, kein Heft. Da nützt auch das beste Klönschnack-Magazin nix. — Rocky, Chefkolumnist
Illustration zu: Finanzlücke in Wilster: Regionalmagazin „3,54 unter Null“ droht das Aus
Illustration: KI-generiert
In Wilster steht das geförderte Medienprojekt „3,54 unter Null“ vor einer ungewissen Zukunft, da Ende des Jahres die Bundesförderung ausläuft. Um das kostenfrei verteilte Wilstermarsch-Magazin auch künftig anbieten zu können, fehlen der Initiative mindestens 40.000 Euro. Projektleiter Marten Becker sucht daher nach finanzieller Unterstützung bei der Stadt, den Kommunen und privaten Spendern.
Gerade ist die vorerst vorletzte Ausgabe erschienen, bevor im Dezember das neunte Heft des Magazins „3,54 unter Null“ herauskommt. Mit dem Auslaufen der Bundesförderung steht das Projekt vor einer finanziellen Herausforderung. Dennoch hoffen Becker und Journalistin Pauline Reinhardt auf eine Fortsetzung. „Wir sind optimistisch“, sagt Becker, wie die shz berichtet.

Finanzierungslücke von 40.000 Euro

Die Perspektive laut Projektleiter Marten Becker: „Wir brauchen mindestens 40.000 Euro, um weitermachen zu können.“ Becker und das Redaktionsteam um Pauline Reinhardt setzen auf Spenden und verstärkt auf Anzeigenkunden, um die Kosten für Druck, Grafik und Redaktionsleitung zu decken. Ziel ist es, den Lesestoff auch 2027 mit vier Magazinen kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Zudem hofft das Team auf freiwillige Unterstützung durch Spenden oder „solidarische Abos“.„Wir wollen weitermachen, denn das Feedback aus der Region war durchweg positiv“, betont Becker. Das Projektteam wendet sich derzeit an Stadt und Kommunen, um finanzielle Mittel zu generieren. In einem Brief an die Bürgermeister weist Becker auf die Situation hin und schlägt eine kommunale Basisfinanzierung vor. Zugleich kündigt er eine neue Rubrik an: „Wir wollen den Gemeinden auch gerne mehr Raum geben.“

Konzept und Hintergründe des Projekts

Die Idee zu dem soziokulturellen Magazinprojekt hatte Becker bereits vor einigen Jahren. Gemeinsam mit Andreas Förstel erarbeitete er ein Konzept für eine „crossmediale Herausgabe eines regionalen Zeitschriftenprojekts zur Förderung des demokratischen Medienerlebnisses“. Dieses reichte er bei einem Förderprogramm für ländliche Räume des Bundeslandwirtschaftsministeriums ein. Die Bewerbung überzeugte: Von bundesweit 351 Bewerbungen wurden 14 ausgewählt, darunter das Wilstermarsch-Magazin. Anfang 2025 erschien das erste Hochglanzheft. Nach der zweiten Ausgabe übernahm Pauline Reinhardt die redaktionelle Leitung von Andreas Förstel.Zum Projektkonzept gehören auch begleitende Veranstaltungen wie Störkringel backen oder Masken gestalten. Diese Workshop-Angebote parallel zu den Artikeln sollen weiterhin stattfinden. An den Geschichten beteiligen sich 10 bis 15 Personen im Redaktionsteam, in dem alle Interessierten mitmachen können. Die Honorare bewegen sich in der Höhe von Ehrenamtspauschalen. „Was ich so schön finde, ist, dass wir uns ein Schwerpunktthema setzen und in den Sitzungen so viele Ideen dazu entstehen“, sagt Redaktionsleiterin Pauline Reinhardt.

← alle Meldungen aus Norden

Weitere Meldungen aus Norden