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Unwetterwarnung für Nordfriesland: Tief „Luise“ und Orkan „Manja“ im Anmarsch

Meteorologen warnen vor schweren Orkanböen und einer möglichen Sturmflut an der Nordseeküste. Ab der Nacht zu Montag wird mit Windstärke 12 und drastisch steigenden Pegelständen gerechnet.

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Nordfriesland bereitet sich auf eine schwere Unwetterlage vor, da nach dem Tief „Luise“ am Samstag das Orkantief „Manja“ in der Nacht zu Montag erwartet wird. Neben Spitzenböen der Windstärke 12 droht an der Nordseeküste eine Sturmflut mit Wasserständen von bis zu zwei Metern über dem mittleren Hochwasser, wie die shz berichtet.
In der Region laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren: Halligen bereiten sich vor, Fähren gehen vorzeitig in die Winterpause und auf Föhr werden die Stöpen geschlossen. Meteorologe Sebastian Wache von Wetterwelt erklärt zur Prognose für das erste Tief: „Da hat sich die Zugbahn leicht verändert“. Inzwischen rechnet der Experte damit, dass das Tief „Luise“ am Samstag zwischen 4 und 7 Uhr morgens doch eher Nordfriesland direkt treffen wird. „Da muss mit Windstärke 8 oder 9 gerechnet werden.“, so Wache. Zuvor wurde davon ausgegangen, dass eher der Hamburger und Lübecker Raum von „Luise“ betroffen sein wird.
Das Verhalten des Sturms kann nun besser eingeschätzt werden. In Frankreich sind laut Wache dabei Spitzen von 160 km/h gemessen worden, jedoch werden so hohe Werte in Schleswig-Holstein nicht erreicht. Wichtig für die Nordseeküste ist, dass der Wind zunächst aus dem Süden kommt und nicht aus dem Westen, was für eine Sturmflut von Bedeutung wäre.

Orkan „Manja“ bringt Böen der Stärke 12

Am Samstagabend kommen die Vorläufer von „Manja“, wobei Wache gegen 20 oder 21 Uhr mit dem Auffrischen des Windes rechnet. Im Laufe der Nacht wird der Wind immer stärker. „Auf Helgoland werden wir auf jeden Fall Windstärke 12 erreichen“, sagt der Meteorologe. Aber auch für die Nordseeküste der nordfriesischen Inseln und des Festlandes muss mit Böen der Stärke 12 gerechnet werden. Windstärke 11 bis 117 km/h in der Spitze gilt inzwischen als sicher.
Der starke Wind dreht auf westliche Richtung und drückt dadurch das Wasser in Richtung Küste, weshalb es sehr wahrscheinlich eine Sturmflut geben wird. Auch das Potenzial einer schweren Sturmflut mit 2 Metern über dem mittleren Hochwasser ist durchaus möglich. „Die Sturmflut wird das Hochwasser am frühen Montag sein“, sagt Wache. In Husum wird das beispielsweise gegen 1.10 Uhr erwartet.

Entspannung am Montag erwartet

Eine gute Nachricht gibt es aber: Am Montag dreht sich der Wind wieder in Richtung Süden. Wache erwartet: „Dann kann das Wasser wieder abfließen.“ Daher ist eine zweite Sturmflut am Montag derzeit unwahrscheinlich. Allerdings betont der Meteorologe: „Bis Mittwoch bleibt es stürmisch in Schleswig-Holstein.“ Sollte sich der Wind dabei drehen, kann es laut Wache in der kommenden Woche noch eine kleinere Sturmflut geben, jedoch merkt er an: „Das Größte sollte aber Montag vorbei sein.“

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