▶ Live hören
Meldung ✓

Fährverkehr nach Föhr: Was Reisende bei Sturm und Sturmflut wissen müssen

Herbststürme wirbeln regelmäßig den Fahrplan der Wyker Dampfschiffs-Reederei durcheinander. Was Reisende bei Ausfällen zu Tickets, Umbuchungen und kritischen Wasserständen beachten sollten.

KI-generierter Inhalt · wie wir arbeiten →

Bei Schietwetter helfen nur teefeste Nerven und ordentliche Gummistiefel. — Rocky, Chefkolumnist
Illustration zu: Fährverkehr nach Föhr: Was Reisende bei Sturm und Sturmflut wissen müssen
Illustration: KI-generiert
Herbststürme und Sturmfluten wirbeln den Fahrplan der Wyker Dampfschiffs-Reederei regelmäßig durcheinander. Fahrgäste nach Föhr sollten sich bei drohenden Unwettern frühzeitig über Ausfälle, Umbuchungen und Gültigkeiten informieren. Wie die shz berichtet, entscheidet die Reederei anhand von Wettervorhersagen stets individuell über Fährabsagen.
Auf der Website der Wyker Dampfschiffs-Reederei (WDR) finden Fahrgäste immer die aktuellsten Informationen rund um den Fährverkehr. „Die Entscheidung, den Fahrplan vorübergehend zu ändern, wird maximal 24 Stunden vor dem vorhergesagten Ereignis getroffen“, erklärte dazu vor einiger Zeit Betriebsleiter Nick Obert. Grundsätzlich sollten sich Fahrgäste spätestens 24 Stunden vor der geplanten Abfahrt über die Website informieren, ob alle Fähren nach Plan fahren.
Die Wyker Dampfschiffs-Reederei plant anhand anerkannter Wettervorhersagemodelle sowie amtlicher Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes. Um sich als Reisender selbst ein Bild darüber zu verschaffen, ob mögliche Unwetter drohen, empfehlen sich Apps wie Windy, Wetter-Online und Windfinder. Weitere Infos finden Fahrgäste auch auf dem Naturgefahrenportal (NGP). Das Portal bündelt sämtliche Informationen von Wetter- und Warn-Apps und sorgt mit nur wenigen Klicks für einen Überblick über aktuelle Warnlagen. Vorhersagen liefert das Naturgefahrenportal indes nicht. Den Fokus legt das NGP dafür aber auf den Bereich Wettergefahren und für die Nordsee wichtige Gefahren wie Hochwasser und Sturmfluten.
„Eine Garantie, zu einer bestimmten Uhrzeit wieder befördert zu werden, besteht nicht“, erklärte Betriebsleiter Nick Obert auf eine Anfrage unserer Redaktion. Bedeutet konkret: Die Fahrkarte behält bei wetterbedingten Ausfällen selbstverständlich ihre Gültigkeit. Fahrgäste haben dann die Möglichkeit, die Fähre nach Wiederaufnahme des Fährverkehrs zu nutzen, sobald ein verfügbarer Platz an Bord ist. Tipp für Reisende: Sobald die WDR Fährausfälle ankündigt, sollte von den Reisenden sicherheitshalber eine Umbuchung auf einen der kommenden Tage vorgenommen werden.

Windstärken, Schwell und Pegelstände in Dagebüll

Laut Betriebsleiter Nick Obert kämen Fahrtabsagen nur aufgrund von zu viel Wind extrem selten vor. Ab Windstärke 10 bis 11 permanent oder in Böen wird die jeweilige Situation von den Schiffsleitungen im Hinblick auf konkrete Gefahren – vor allem in Dagebüll – bewertet. Sehr starker Wind aus westlichen Richtungen in Verbindung mit starkem Schwell kann jedoch das sichere Liegen an den Fährbrücken in Dagebüll erschweren oder unmöglich machen. Die „Nordfriesland“-Fähre werde indes aufgrund der Tatsache, dass sie mit einem klassischen Schiffsantrieb mit Ruder und Schraubenpropeller ausgestattet ist, bei Sturmwindlagen aus westlichen Richtungen früher aus der Fahrt genommen, um die Sicherheit von Crew und Fahrgästen zu jedem Zeitpunkt zu garantieren. Standards, so erklärte Nick Obert vor einiger Zeit, gebe es mit Blick auf Fahrtabsagen nicht. Vielmehr bewerte die WDR jedes Wetterereignis individuell.
Es gilt der Grundsatz, dass es den Fahrgästen und Fahrzeugen möglich sein muss, trockenen Fußes beziehungsweise ohne die Durchfahrt durch Salzwasser an oder von Bord zu kommen. Ist dies aufgrund des Wasserstandes nicht mehr möglich, wird die Fahrt abgesagt. In Dagebüll ist dies je nach Windrichtung ab einem Pegelstand von etwa 7,40 Metern der Fall. Ab einem Pegelstand von 7,65 Metern ist es zudem für die Schiffe nicht mehr möglich, unter die Fährbrücken zu kommen. Bei Niedrigwasser ist bei einem Pegelstand von etwa 3 Metern und weniger die Durchfahrt durch die Fahrrinne vor Dagebüll nicht mehr ohne Grundberührung möglich.

← alle Meldungen aus Norden

Weitere Meldungen aus Norden