Arbeiten am Seekabel: Helgoland vorübergehend im Notstrombetrieb
Wegen Arbeiten am Seekabel wird Helgoland für zwei Tage vom Festlandstrom getrennt. Am Donnerstag fällt zudem für zehn Stunden die Datenversorgung aus.
Arbeiten am Seekabel in St. Peter-Ording
Die Vorarbeiten auf dem Festland sind inzwischen fertig, wie nord24 berichtet. In St. Peter-Ording wurde das Kabel um rund 700 Meter verlängert und in drei Metern Tiefe neu verlegt. Damit ist der Teil der Baustelle abgeschlossen, über den in den vergangenen Wochen berichtet wurde. In dieser Woche werden nun die neuen Verbindungspunkte angeschlossen und das verlegte Kabel in Betrieb genommen. Die Arbeiten müssen sich dabei nach den Gezeiten richten, weil der entscheidende Abschnitt im Überflutungsbereich liegt.
Hintergrund ist ein wiederkehrendes Problem an der Verbindungsmuffe, also der Kupplung zwischen dem Seekabel und dem Erdkabel an Land. Diese Stelle wurde immer wieder freigespült, weil sich im Sand eine Rinne gebildet hatte. Allein im vergangenen Jahr musste die Muffe mehrfach wieder eingegraben werden. Projektleiter Thorsten Hansen begründet damit die Entscheidung, die Verbindung dauerhaft weiter landeinwärts und tiefer zu legen.
Zehnstündiger Datenausfall am Donnerstag
Spürbar wird die Umstellung vor allem am Donnerstag, dem 17. September. Dann fällt für etwa zehn Stunden die Datenverbindung aus. Betroffen sind Internet, Mobilfunk und Festnetz. Notrufe bleiben nach Angaben der Beteiligten erreichbar. Kartenzahlungen sind an diesem Tag nicht möglich, wer etwas kaufen möchte, sollte also Bargeld dabeihaben. Betriebe und Gäste stellen sich darauf ein, an diesem Donnerstag weitgehend offline zu sein.
Grundsätzlich ist Helgoland auf einen solchen Fall vorbereitet. Das Seekabel besteht erst seit dem Jahr 2009, davor hing die Insel komplett an eigenen Dieselaggregaten. Ein Blackout-Test im Januar dieses Jahres hatte bestätigt, dass die Notstromversorgung binnen Minuten anspringt und die Insel auch über einen längeren Zeitraum tragen kann. Das berichten die Nachrichtenagentur dpa und mehrere regionale Medien unter Berufung auf den Netzbetreiber.