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Helgoland: Inselgenossenschaft unterzeichnet Kaufverträge für Bäckerei

Auf Helgoland rückt die Rückkehr einer eigenen Inselbäckerei näher. Die Genossenschaft hat die Kaufverträge für zwei Immobilien unterzeichnet.

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Endlich wieder frische Brötchen auf der Insel. Da schmeckt der Moin-Kaffee gleich doppelt so gut. — Rocky, Chefkolumnist
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Auf Helgoland ist ein wichtiger Schritt zur Wiedereröffnung einer eigenen Inselbäckerei gelungen. Die Vorstände der Inselgenossenschaft Helgoland und der Insolvenzverwalter haben die Kaufverträge für zwei Immobilien unterzeichnet. Damit ist der Kauf nach monatelangem Ringen nun vertraglich festgehalten.

Verträge unterzeichnet und Lücke in der Nahversorgung

Am Donnerstag, dem zehnten September, wurden die Kaufverträge für zwei Immobilien der früheren Inselbäckerei unterzeichnet. Unterschrieben haben Insolvenzverwalter Marc-André Borchert sowie die Vorstände der Inselgenossenschaft Helgoland, Projektentwickler Adrian Wolf und Bäckermeister Mario Peterscheck. Bislang war lediglich bekannt gewesen, dass die Genossenschaft doch noch zum Zug kommen soll. Die Insel ist seit 2024 ohne eigene Bäckerei, weshalb frische Backwaren vom Festland herangeschafft werden mussten. Viele Helgoländerinnen und Helgoländer beschreiben dies als spürbare Lücke in der Nahversorgung, wie handwerk.com berichtet.

Aus dieser Lücke heraus gründeten Insulanerinnen und Insulaner im Dezember 2025 die Inselgenossenschaft Helgoland. Nach eigenen Angaben zählt sie inzwischen mehr als eintausendeinhundert Mitglieder, wobei ein Anteil mindestens einhundertfünfzig Euro kostet. Angeführt wird das Vorhaben von Adrian Wolf und Mario Peterscheck.

Weg über das Bieterverfahren und geplante Eröffnung

Einfach war der Weg nicht. Im Juli hatte die Genossenschaft im Bieterverfahren um das Gebäude der insolventen Bäckerei zunächst den Kürzeren gezogen. Ein dritter Bieter hatte das Angebot der Insulaner um rund einhundertzehntausend Euro übertroffen, woraufhin der Insolvenzverwalter diesem Bieter den Zuschlag erteilte. Die Genossenschaft prüfte daraufhin Ersatzimmobilien und eine Zwischenlösung als Backstation in einem bestehenden Laden. Warum die Objekte nun doch an die Insulaner gehen, geht aus den vorliegenden Berichten nicht hervor. Auch der Kaufpreis wurde nicht genannt.

Geplant ist ein Betrieb unter dem Namen Halunder Bakker, der Bäckerei, Konditorei und Gastronomie verbinden soll. Nach dem Zeitplan der Genossenschaft soll im Herbst umgebaut werden, die Eröffnung ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Die Initiatoren wollen den Betrieb ausdrücklich auch als sozialen Treffpunkt für die Insel gestalten. Für Helgoland geht es damit um den Versuch, ein Stück Grundversorgung in der Hand der Gemeinschaft zu halten, statt auf einen auswärtigen Investor zu warten.

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