Tödliche Schüsse auf St. Pauli: Ermittler vermuten mehr Beteiligte
Nach den Schüssen mit zwei Toten im Hamburger Stadtteil St. Pauli gerät eine Gruppe vermummter Männer in den Fokus der Ermittler. Neben der Mordkommission befasst sich nun auch das Landeskriminalamt für Organisierte Kriminalität mit dem Fall.
Nach den tödlichen Schüssen in der Lagerstraße im Hamburger Stadtteil St. Pauli sind offenbar deutlich mehr Menschen an dem Geschehen beteiligt gewesen als bisher bekannt. Bei dem Vorfall am Dienstagabend kamen zwei Männer ums Leben, während ein dritter verletzt überlebte. Neben der Mordkommission ermittelt mittlerweile auch das Landeskriminalamt für Organisierte Kriminalität in dem Fall.
Aufnahme zeigt Gruppe am Tatort
Eine Aufnahme, die der NDR einsehen konnte, zeigt eine Gruppe von acht bis zehn teilweise vermummten Männern, die am Dienstagabend auf den Hof an der Lagerstraße gelaufen war. Kurze Zeit später waren zwei Männer tot. Auf dem Parkplatz starb ein 47-Jähriger nach NDR Informationen durch einen Bauchschuss.
In dem Gebäude fanden Polizisten einen 33-Jährigen, den ein Schuss in den Kopf getroffen hatte. Er soll noch eine Waffe in der Hand gehalten haben. Dazu äußerte sich die Staatsanwaltschaft auf NDR Anfrage nicht. Ein dritter Mann fuhr mit einem Streifschuss am Kopf noch selbst in ein Krankenhaus.
Schwelender Streit im Milieu
Aus Ermittlerkreisen heißt es, dass es zuvor bereits einen schwelenden Streit im kriminellen Milieu gegeben habe, wie die Tagesschau berichtet. Auf demselben Gelände war Ende Juni schon eine Handgranate explodiert.
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