Studie zur Krisenvorsorge: Bürger in Reinfeld und Nordstormarn unsicher beim Handeln
Eine Umfrage der Universität zu Lübeck zeigt, dass viele Menschen in Reinfeld und dem Amt Nordstormarn zwar über Wissen zur Krisenvorsorge verfügen, sich die Umsetzung im Ernstfall jedoch nicht zutrauen.
Ergebnisse der Befragung im Kreis Stormarn
Insgesamt haben sich rund 900 Menschen in Reinfeld und dem Amt Nordstormarn (beide Kreis Stormarn) an der Umfrage beteiligt, die im Frühjahr 2026 durchgeführt wurde. Im Rahmen des Forschungsprojekts ging es darum, wie gut die Menschen auf Stromausfälle, den Ausfall von Mobilfunknetzen oder Situationen vorbereitet sind, in denen Hilfe nicht sofort verfügbar ist. Viele wissen zwar, was in einer Krisensituation zu tun wäre, würden es sich aber im Ernstfall nicht zutrauen, zu handeln. Das ist die zentrale Erkenntnis der Untersuchung. Die Auswertung soll nun an die teilnehmenden Kommunen übergeben werden.Praktische Übungen statt Broschüren
Das Projektteam empfiehlt auf Grundlage der Ergebnisse vor allem praktische Übungen – etwa für den Fall eines längeren Stromausfalls – statt reiner Broschüren. Aus den Ergebnissen leitet das Team konkrete Handlungsempfehlungen ab und möchte die Partnerkommunen aktiv bei deren Umsetzung unterstützen.Zu dem Ergebnis sagte Schleswig-Holsteins Innenministerin Magdalena Finke (CDU): „Reine Wissensvermittlung reicht nicht aus. Die Menschen müssen überzeugt sein, dass sie ihr Wissen in einer Krise gezielt einsetzen können.“ Finke sei überzeugt, dass die gewonnenen Erkenntnisse die zukünftige Bevölkerungsschutzbildung nachhaltig prägen und weiterentwickeln werden.