Milliardenforderungen an Seeversicherer nach Angriffen auf Handelsschiffe
Seit Ausbruch der Kämpfe steigen die Forderungen für Kriegsschäden in der Schifffahrt drastisch an. Höhere Prämien und ausgeweitete Risikozonen verteuern unter anderem den Öltransport.
Seeversicherer sehen sich seit dem Ausbruch von Kämpfen mit Entschädigungsforderungen für Kriegsschäden in Höhe von rund zwei Milliarden US-Dollar konfrontiert. Seit März 2026 wurden mehr als 72 Schiffe angegriffen, was zu mehr als 70 Schadensmeldungen führte. Die Prämien für Schiffsversicherungen in den betroffenen Regionen sind daraufhin drastisch gestiegen. Bei den Forderungen handelt es sich um die zweitgrößte Auszahlung seit mehr als einem Jahrzehnt, wie laut dem Schifffahrtsportal gCaptain Lloyd's List Versicherungsredakteur David Osler erklärt.Massiver Anstieg der VersicherungsprämienDie Versicherungsprämien für Kriegsklauseln in der Straße von Hormus erreichen mittlerweile das 40- bis 60-Fache des Niveaus vor der Krise. In einzelnen Fällen belaufen sich die Kosten auf bis zu zehn Prozent des gesamten Kaskowerts eines Schiffes.
Ausweitung der Risikozonen
Zudem haben die Versicherer das ausgewiesene Kriegssicherungsgebiet um 800 Kilometer weiter die rotmeerische Küste Saudi-Arabiens hinauf verschoben. Diese Maßnahme führt zu geschätzten Mehrkosten von sieben bis acht US-Dollar pro Barrel Rohöl.
Auf dem indonesischen Küstenmotorschiff Legenda Nusantara 699 ist nach einem Chemikalienleck ein verheerender Brand ausgebrochen. Zwei Besatzungsmitglieder kamen ums Leben, das Frachtschiff kenterte am folgenden Tag.
Mit dem Projekt „Pink Corridor“ untersuchen Maersk, Lloyd's Register und Hafenbehörden den Einsatz von Kernenergie auf einer Route über den Atlantik. Im Fokus der ersten Phase stehen Sicherheits-, Regulierungs- und Versicherungsfragen.
Für 191,7 Millionen US-Dollar hat der Staat Panama die verbleibenden Anteile an Petroterminal de Panama erworben. Damit kontrolliert das Land die 131 Kilometer lange Öl-Pipeline zwischen Karibik und Pazifik nun komplett.
Togo schließt sich als einziges afrikanisches Land einer Initiative von Antigua und Barbuda an, die das seit 1986 geltende Walfangverbot überprüfen lassen will. Naturschutzorganisationen fordern die Ablehnung des Vorstoßes.
Das US-Unternehmen REGENT Craft hat seinen Seaglider erstmals mit Kapitänen an Bord über der Narragansett Bay getestet. Das Fahrzeug soll künftig bis zu 12 Passagiere befördern.