Gewitter-Statistik: Kreis Schleswig-Flensburg zählt bundesweit drittmeiste Blitze
Zwischen Juni und August wurden im Kreis Schleswig-Flensburg mehr als 1.300 Blitze registriert. Fachleute bezeichnen das hohe Aufkommen im Norden als ungewöhnlich.
Bei dem Geflacker spart man sich wenigstens die Taschenlampe auf dem Deich.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Der Kreis Schleswig-Flensburg gehört in diesem Sommer zu den absoluten Blitz-Hotspots in Deutschland. Nach Auswertung von Gewitterdaten belegt der Kreis im bundesweiten Vergleich den dritten Platz. Fachleute bewerten die hohe Zahl an Entladungen in Norddeutschland als ungewöhnliche Entwicklung. In den Monaten Juni bis August wurden im Kreis Schleswig-Flensburg insgesamt 1.302 Blitze registriert. Dies geht aus einer Statistik des Datendienstes Meteorage hervor, der Gewitter europaweit erfasst, wie die Tagesschau meldet. Im bundesweiten Vergleich wiesen in diesem Sommer nur Cuxhaven und das Oberallgäu noch mehr Blitzentladungen auf. Der Kreis Rendsburg-Eckernförde belegt mit 999 Blitzen den vierten Platz.
Ungewöhnliches Phänomen für den Norden
Laut dem deutschen Blitzinformationsdienst wird die höchste Dichte meist in den bergigen Regionen im Süden Deutschlands gemessen. Die vielen Gewitter im Norden könnten laut einem Sprecher mit dem hohen Aufkommen in den Niederlanden zusammenhängen, von wo die Fronten oft Richtung Nordosten weiterzogen. Laut einem Gewitterforscher vom Karlsruher Institut für Technologie ist die Bündelung im Kreis Schleswig-Flensburg diesen Sommer eher ein Ausreißer.
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