Akuter Sauerstoffmangel in der Flensburger Förde festgestellt
Messungen der dänischen Umweltbehörde belegen extrem niedrige Sauerstoffwerte in der Flensburger Förde. Als Ursache gilt vor allem ein hoher Nährstoffeintrag.
In Teilen der Flensburger Förde gibt es kaum noch Sauerstoff im Wasser, wie die Tagesschau meldet. An den Ochseninseln in Dänemark haben die Experten dort nach eigenen Angaben seit Mitte Juni nur 0,1 Milligramm Sauerstoff pro Liter Wasser gemessen. Als guter Wert gelten etwa vier Milligramm pro Liter.
Ursachen und Auswirkungen auf Meeresbewohner
Eine Ursache sind laut Christopher Zimmermann vom Thünen-Institut zu viele Nährstoffe im Wasser – unter anderem durch Dünger aus der Landwirtschaft. Die Flensburger Förde sei tief eingeschnitten und durch eine Schwelle von der offenen Ostsee getrennt. Deshalb blieben eingeleitete Nährstoffe weitgehend in der Förde. „Wenn kein Sauerstoff da ist, kann kein höheres Tier da überleben“, sagt Zimmermann. Betroffen seien unter anderem Fische, Krebstiere, Seesterne und Seeigel. Im Herbst verbessert sich die Lage laut Zimmermann meist, wenn Stürme das Wasser durchmischen.