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Tarifkonflikt im Nahverkehr: Zweitägiger Busstreik in Schleswig-Holstein angekündigt

Nach einer ergebnislosen zweiten Verhandlungsrunde ruft ver.di die Beschäftigten kommunaler Busbetriebe für zwei Tage zum Warnstreik auf. Betroffen sind mehrere Städte und Kreise.

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Die Gewerkschaft ver.di Nord ruft rund 1.800 Beschäftigte der kommunalen Busunternehmen in Schleswig-Holstein für den 8. und 9. September zum Warnstreik auf. Nach einer ergebnislosen zweiten Verhandlungsrunde im kommunalen Nahverkehr sollen in Kiel, Lübeck, Flensburg, Neumünster sowie im Kreis Plön die Busse stehen bleiben.

Verhandlungen festgefahren


Wie die Tagesschau meldet, hält ver.di das Angebot der Arbeitgeber für "unakzeptabel" - und die Tarifverhandlungen für "nicht zielführend". Der Arbeitgeberverband kann das nicht nachvollziehen: Das Angebot sei ein "sehr großzügiger Kompromiss." Um den "Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen", ruft ver.di jetzt zum Warnstreik auf: Am Dienstag (8.9.) und Mittwoch (9.9.) sollen die Beschäftigten der öffentlichen Busunternehmen in Kiel (KVG), Lübeck (Stadtverkehr Lübeck), Flensburg (Aktivbus) und Neumünster (SWN) die Arbeit niederlegen. Auch die Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe Kreis Plön GmbH (VKP) werden demnach in den Warnstreik gehen.

Streit um Sonderzahlung für Gewerkschaftsmitglieder


Die Gewerkschaft ver.di hatte für die 1.800 Beschäftigten der kommunalen Busbetriebe 6,5 Prozent mehr Geld gefordert. Dazu soll es eine jährliche Sonderzahlung in Höhe von 650 Euro für ver.di-Mitglieder geben. Angesichts der gestiegenen Lebenshaltungskosten müssten die Beschäftigten jetzt für die Leistungen der vergangenen Jahre belohnt werden, heißt es von der Gewerkschaft. Das Gegenangebot der Arbeitgeber: eine stückweise Erhöhung der Gehälter um insgesamt 4,4 Prozent. Damit berücksichtige man das ver.di-Argument der gestiegenen Lebenshaltungskosten, so der Kommunale Arbeitgeberverband Schleswig-Holstein (KAV). Doch der Verband spricht sich ausdrücklich gegen eine Sonderzahlung aus, die nur Gewerkschaftsmitglieder erhalten: "Sie wäre mit unseren Satzungsregelungen nicht vereinbar und damit rechtlich unzulässig", teilt der KAV mit. Dessen Devise laute: "Gleiches Geld für gleiche Arbeit."

Fortsetzung der Gespräche geplant


Auf Nachfrage von NDR Schleswig-Holstein erklärt KAV-Geschäftsführer Jan Jacobsen, man habe das Gefühl, dass der Schwerpunkt bei ver.di inzwischen auf der Durchführung des Arbeitskampfes liege - nicht aber darauf, die Verhandlungen weiterzuführen. Die Tarifverhandlungen dauern seit August an. Laut KAV sollen sie am 22. September fortgesetzt werden.

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05.09., 04:12 Uhr