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Schleswig-Holstein verzeichnet leichtes Plus bei Übernachtungszahlen

Im ersten Halbjahr 2026 sind die Gäste- und Übernachtungszahlen in Schleswig-Holstein erneut leicht gestiegen. Trotz Herausforderungen durch extrem kurzfristige Buchungen blickt die Branche zuversichtlich auf das Gesamtjahr.

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Erst unterwegs buchen? Hauptsache, die finden am Ende überhaupt den Deich. — Rocky, Chefkolumnist
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Der Tourismus in Schleswig-Holstein hat im ersten Halbjahr 2026 leicht zugelegt und nach Angaben der Tourismus-Agentur erneut das beste Halbjahresergebnis erzielt. Insgesamt stieg die Zahl der Gäste im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,3 Prozent auf rund 4,276 Millionen, während die Übernachtungen um 0,4 Prozent auf 15,821 Millionen anwuchsen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer blieb mit 3,7 Tagen unverändert.

Platz sechs im Bundesländervergleich

Deutschland bleibt als Urlaubsland weiterhin beliebt. Laut Statistischem Bundesamt stieg die Zahl der Übernachtungen bundesweit im ersten Halbjahr um durchschnittlich 0,3 Prozent. Im Vergleich der Bundesländer belegt Schleswig-Holstein bei den Übernachtungen den sechsten Platz hinter Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Hessen. Wie die Tagesschau meldet, entwickelte sich der Tourismus regional allerdings unterschiedlich: Während die Übernachtungen an der Ostsee und im Binnenland leicht zulegten, verzeichnete die Nordsee einen Rückgang um ein Prozent.
Besonders schwach entwickelte sich der Juni mit 4,9 Prozent weniger Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TA.SH) führt dies unter anderem auf Unwetter sowie fehlende Ferien- und Feiertage zurück.

Verändertes Buchungsverhalten fordert Betriebe

Nur knapp fünf Prozent der Gäste reisten aus dem Ausland an. Der wichtige Auslandsmarkt Dänemark entwickelte sich ebenfalls schwach, da die Zahl dänischer Übernachtungen um 8,4 Prozent unter dem Vorjahreswert lag. Die meisten Gäste kamen im Vergleich aus Nordrhein-Westfalen. Zudem stellt TA.SH-Geschäftsführer Stefan Borgmann fest, dass ein wachsender Teil der Urlauber aus dem eigenen Land kommt, was an den hohen Kraftstoffpreisen liegen könnte.
Zusätzlich belastet ein verändertes Buchungsverhalten die Branche, da Gäste immer kurzfristiger und teilweise erst auf dem Weg in den Urlaub buchen. Digitale Echtzeitinformationen und Wetter-Apps verstärken diesen Trend. Dadurch sinke die Planungssicherheit für die Betriebe, so Borgmann. Weitere Belastungen sind hohe Betriebskosten, steigende Kraftstoff- und Lebenshaltungskosten sowie der Arbeitskräftemangel.

Optimismus für das Gesamtjahr

Trotz der Probleme blickt die TA.SH optimistisch auf das Gesamtjahr. Laut einer Branchenumfrage lag die Auslastung im Hauptferienzeitraum im Sommer bei 80 bis 90 Prozent und die Übernachtungszahlen vielerorts auf oder über dem Vorjahresniveau. Für 2026 bestehen daher gute Chancen auf ein erneutes Wachstumsjahr. Tourismusminister Claus Ruhe Madsen (CDU) bewertet das Halbjahresergebnis als gutes Signal für den weiteren Jahresverlauf.

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