Prozessauftakt in Hamburg: Drei Männer wegen Überfalls auf Goldschmied angeklagt
Vor dem Landgericht Hamburg hat der Prozess gegen drei Männer begonnen, die einen 71-jährigen Goldschmied in seiner Wohnung überfallen und beraubt haben sollen. Dem Trio wird schwerer Raub nach monatelanger Ausspähung vorgeworfen.
Der brutal ausgeführte Überfall auf einen 71-jährigen Goldschmied im Hamburger Stadtteil Langenhorn wird seit Donnerstag vor dem Landgericht Hamburg verhandelt. Drei Männer stehen dort unter dem Vorwurf, den Senioren vor eineinhalb Jahren in seiner Wohnung mit Werkstatt misshandelt und beraubt zu haben. Die Angeklagten sollen Schmuck sowie Altgold im Gesamtwert von 250.000 Euro gestohlen haben. Die mutmaßlichen Täter wussten laut Anklage, dass der Goldschmied zum Tatzeitpunkt alleine zu Hause war, wie die Tagesschau meldet. Sie hatten den Mann zuvor seit Wochen ausgespäht, unter anderem mithilfe eines GPS-Trackers an dessen Auto. Während ein Mitglied der Bande die Ehefrau des Opfers in einem Fitnessstudio im Blick behielt, klingelten andere an der Haustür des 71-Jährigen.
Monatelange Ausspähung und gewaltsamer Überfall
Die Angreifer schlugen den Mann zu Boden, fesselten sowie knebelten ihn und bedrohten ihn mit dem Tod, ehe sie mit der Beute flohen. Das Raubgut machten sie nach Angaben der Staatsanwältin direkt in Berlin zu Geld.
Reisende Bande und Fortgang des Prozesses
Die drei angeklagten Serben gehören mutmaßlich einer aus sechs Personen bestehenden Bande an. Im Prozess wurden weitere Taten in Deutschland und Schweden erwähnt. Die drei Männer vor Gericht wollen erst zu einem späteren Zeitpunkt im Prozess aussagen. Zum Auftakt am Donnerstag kamen Verwandte des Goldschmieds; es flossen Tränen, als die Staatsanwältin vorlas, wie der 71-Jährige gequält wurde. Das Opfer selbst will am Freitag vor Gericht aussagen.
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