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Tarifkonflikt in Seehäfen: ver.di kündigt zweitägigen Warnstreik an

Im Tarifstreit an den deutschen Seehäfen hat die Gewerkschaft ver.di zu einem 48-stündigen Warnstreik aufgerufen. Betroffen sind unter anderem die Standorte Hamburg, Bremen und Wilhelmshaven.

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48 Stunden Ruhe im Hafen? Da freuen sich wenigstens die Möwen. — Rocky, Chefkolumnist
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Die Gewerkschaft ver.di hat im Tarifkonflikt bei den deutschen Seehäfen zu einem neuen Warnstreik aufgerufen. Mit Beginn der Nachtschicht am Mittwoch sollen Beschäftigte in Hamburg, Bremen, Wilhemshaven, Emden und Brake die Arbeit für 48 Stunden niederlegen. Wie die Tagesschau berichtet, folgt der Aufruf auf die mehrheitliche Ablehnung des jüngsten Arbeitgeberangebots durch die Beschäftigten.

Hintergrund ist der Tarifkonflikt bei den deutschen Seehäfen. Zuletzt hatte die Arbeitgeberseite eine Lohnerhöhung von unter anderem 5,1 Prozent geboten. Die Beschäftigten lehnten das Angebot mit großer Mehrheit ab. Ver.di fordert unter anderem ein Plus von 8,2 Prozent. Bereits am 18. August hatten Hafenbeschäftigte für 24 Stunden die Arbeit niedergelegt. Dadurch wurde der Warenumschlag verlangsamt und teils sogar gestoppt.

Auswirkungen auf den Hamburger Hafen

Auch diesmal werden voraussichtlich kaum noch größere Schiffe im Hamburger Hafen abgefertigt. Die Arbeit niederlegen sollen Hafenarbeiterinnen und Hafenarbeiter von mehr als einem Dutzend Betrieben, darunter die Beschäftigten der HHLA Containerterminals Altenwerder, Burchardkai und Tollerort sowie die Beschäftigten des Containerterminals Eurogate und der Gesamthafenbetriebs-Gesellschaft.

Reaktion der Hafenunternehmen

Die Hafenunternehmen im Arbeitgeberverband Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) reagieren auf den Streikaufruf mit großem Unverständnis. Vorstand beim Hamburger Hafenbetreiber HHLA und Verhandlungsführer der Arbeitgeber Torben Seebold hatte schon vor dem Streikaufruf gesagt, man sei an die Grenzen der wirtschaftlichen Möglichkeiten gegangen. Ein Tarifabschluss jenseits davon würde Betriebe nachhaltig gefährden - und damit auch Arbeitsplätze in den deutschen Seehäfen.

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