Großeinsatz an Hamburger Energieanlagen nach Sabotageakten in anderen Bundesländern
Nach Angriffen auf Umspannwerke in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen hat die Polizei mehrere Kraftwerke und Umspannwerke im Großraum Hamburg durchsucht. Nach Angaben der Behörden handelte es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme ohne konkrete Gefährdungshinweise.
Mit einem Großeinsatz hat die Polizei am Mittwochabend mehrere Energieanlagen im Großraum Hamburg untersucht. Die Beamtinnen und Beamten suchten dabei nach Sprengstoff und Abschussanlagen. Wie die Tagesschau berichtet, handelte es sich bei der Aktion um eine reine Vorsichtsmaßnahme ohne konkrete Hinweise auf eine Gefährdung. Drohnen der Polizei kreisten am Abend über Kraftwerken und Umspannwerken im Großraum Hamburg. Am Kraftwerk Moorburg patrouillierten Mannschaftswagen der Bereitschaftspolizei, während Gruppen von Einsatzkräften die umliegenden Felder durchsuchten. Ein ähnliches Bild bot sich in Wedel im Kreis Pinneberg: Dort gingen Beamte des Technischen Zugs in langen Ketten über die Felder und wurden ebenfalls von einer Drohne aus der Luft unterstützt. Untersuchungsobjekt war unter anderem das Kraftwerk in Wedel, das den Westen der Stadt mit Energie versorgt, sowie das Kraftwerk Tiefstack in Hamburg-Billbrook. Neben den Kraftwerken kontrollierte die Polizei auch Umspannwerke im Großraum Hamburg auf Sprengstoff und mögliche Abschussvorrichtungen.
Hintergrund der Polizeiaktion
Die Aktion sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, betonte ein Polizeisprecher. Es gebe keine konkreten Hinweise auf eine Gefährdung, fügte er hinzu. Hintergrund der Maßnahme sind allerdings offenbar die Angriffe auf Umspannwerke in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen. Dort ermitteln die Behörden wegen des Verdachts der verfassungsfeindlichen Sabotage und des Terrorismus.
Ermittlungen zu Anschlägen in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen
Bei den Sabotageakten in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen versuchten die Täter offenbar mit selbstgebauten Raketen und Drähten, einen Kurzschluss auszulösen – in einem Fall mit Erfolg. Nach der Störung an einem Umspannwerk in Bergheim bei Köln haben die Ermittler sechs Abschussvorrichtungen in einem Feld gefunden. So sollte offenbar die Stromversorgung gestoppt werden. Einen Zusammenhang zwischen den beiden Taten schließen die Ermittler nicht aus.
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