Weltgrößte Schiffbaumesse SMM in Hamburg eröffnet
Auf der Hamburger Messe SMM berät die maritime Branche über volle Auftragsbücher, nachhaltige Technologien und die Auswirkungen globaler Krisen.
SMM steht für „Shipbuilding, Machinery & Marine Technology“. Weltweit sind die Auftragsbücher der Werften so voll wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr, wie die Tagesschau meldet. Gleichzeitig gibt es seit sechs Jahren so viele Krisen weltweit wie nie zuvor, sagt Arsenio Dominguez, Chef der Weltschifffahrtsorganisation IMO. Angefangen von Corona über Kriege in der Ukraine und Nahost bis zu dem Wiederaufflammen der Piraterie vor Somalia: Je mehr dieser Konflikte die Schifffahrt betreffen, sagt der IMO-Generalsekretär, desto schwierigere werde es, wichtige Waren zu befördern. Das betreffe am Ende alle Menschen auf der Welt.
Ausgebuchte Messehallen und Themenschwerpunkte
Nach Angaben der Messe stehen den rund 2.300 Ausstellern mehr als 90.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung. Damit sei das komplette Messegelände ausgebucht. Die Aussteller stammen den Angaben zufolge aus 70 Nationen. Es gebe 26 offizielle Nationenpavillons. China, Japan, Südkorea und Indien zählten zu den besonders stark vertretenen maritimen Märkten. Begleitet wird die Schiffbaumesse von mehreren Kongressen, unter anderem zu Sicherheitsfragen und zum Schutz von Häfen.Die SMM hat sich laut Veranstalter fünf Schwerpunkte für die viertägige Messe gegeben. Marineschiffbau und Sicherheitstechnik sind in diesem Jahr besonders stark vertreten. Der Energieeffizienz widmet die SMM erstmals einen eigenen Ausstellungsbereich, bei dem es unter anderem um neue Antriebssysteme, digitale Optimierungstools, Schiffbauinnovationen und Flottenmodernisierung gehe. Unter dem Stichwort Dekarbonisierung drehe es sich etwa um alternative Kraftstoffe, Elektrifizierung sowie Windassistenzsysteme. Weitere Schwerpunktthemen seien „Künstliche Intelligenz und Digitalisierung“, „Autonomie und Robotik“ sowie „Wartung und Sicherheit“.