Dienstwagen der Politik: Schleswig-Holstein schneidet im Ländervergleich gut ab
Eine Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe zeigt hohe CO2-Emissionen bei vielen Politikerdienstwagen. Schleswig-Holstein belegt dabei einen der vorderen Plätze mit geringerem Ausstoß.
112 Gramm CO2? Bei uns aufm Deich heißt das einfach Gegenwind.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Schleswig-Holsteins Landesregierung schneidet bei einer Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe zum CO2-Ausstoß von Politikerdienstwagen im bundesweiten Vergleich gut ab. Mit einem durchschnittlichen Ausstoß von 112 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer gehört das Land zu den Spitzenreitern bei geringen Emissionen. Dennoch erhält keine deutsche Landesregierung die beste Bewertung.
Bewertungssystem der Deutschen Umwelthilfe
Einer Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zufolge fahren viele deutsche Politiker und Politikerinnen umweltschädliche Dienstautos. Die Organisation wertet Fahrzeuge mit höchstens 93,6 Gramm CO2 je Kilometer als grün, bis 112,3 Gramm als gelb und darüber als rot, wie die Tagesschau berichtet. Mit 112 Gramm zählt Schleswig-Holstein laut DUH zu den Ländern mit dem geringsten Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) – gemeinsam mit den Regierungen in Berlin mit 99 Gramm und Baden-Württemberg mit 109 Gramm. Eine grüne Karte gibt es für keine der Landesregierungen.
Unterschiede bei den Dienstwagen der Ministerpräsidenten
Unter den Länderchefs fahren NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) aus Mecklenburg-Vorpommern die umweltschädlichsten Autos. Ihre Dienstwagen haben demnach Abgaswerte von jeweils 262 Gramm CO2 pro gefahrenem Kilometer. Vergleichsweise gut schneidet Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) ab: Er fährt laut DUH nach Baden-Württembergs Cem Özdemir von den Grünen mit 66 Gramm das zweitsauberste Auto unter den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit einem Ausstoß von 67 Gramm CO2 pro Kilometer.
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