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Blaualgen in Niedersachsen: Badeverbote an mehreren Badeseen verhängt

An mehreren Gewässern in Niedersachsen gilt derzeit ein Badeverbot wegen Blaualgen. Das Landesgesundheitsamt informiert im Badegewässer-Atlas über die aktuelle Wasserqualität und mahnt zur Vorsicht.

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An mehreren Badeseen in Niedersachsen bestehen derzeit Badeverbote oder behördliche Warnungen aufgrund von Blaualgen. Das niedersächsische Landesgesundheitsamt informiert im Badegewässer-Atlas über die Wasserqualität der insgesamt 270 Badeseen im Bundesland (Stand: 01.09.2026, 13 Uhr).

Betroffene Gewässer mit Schließungen

An mehreren Stellen im Land gelten Einschränkungen für Badegäste. Das Strandbad Ovelgönne ist wegen einer vermehrten Algenbildung bis auf Weiteres geschlossen. Am Ricklinger Dreiecksteich ist das Baden verboten, da sich dort zu viele Blaualgen befinden, wie die Tagesschau unter Berufung auf das Gesundheitsamt Hannover berichtet. Am Seeburger See verweist der Landkreis ebenfalls auf Blaualgen im Wasser und hat das Baden vorerst untersagt. Auch am Blender See besteht laut Landesgesundheitsamt ein Badeverbot aus demselben Grund. An den Seen Heidbergsee Nord und Süd entspricht die Wasserqualität laut der Stadt derzeit nicht den Anforderungen, weshalb das Baden verboten ist; genauere Angaben gibt es dazu nicht.

Überwachung während der offiziellen Badesaison

An weiteren Gewässern in Niedersachsen gelten zwar keine Verbote, die Behörden mahnen jedoch zu besonderer Vorsicht. Während der Badesaison vom 15. Mai bis 15. September überwachen die regionalen Gesundheitsämter die Wasserqualität der Badeseen. Die Region Hannover lässt nach eigenen Angaben mindestens alle 30 Tage die Wasserqualität an allen ihren 25 Badestellen von Hygiene-Inspektoren auf Bakterien, Temperatur und pH-Wert sowie optisch auf Blaualgen prüfen.

Gesundheitliche Gefahren für Mensch und Tier

Bei Blaualgen handelt es sich um sogenannte Cyanobakterien. Diese können laut Landesgesundheitsamt bei Körperkontakt zu Haut- und Schleimhautreizungen sowie allergischen Reaktionen führen. Eltern sollen nach Angaben der Behörde besonders auf kleine Kinder achtgeben, da diese beim Toben mehr Wasser schlucken und sich eher in flachen Bereichen aufhalten, in denen mehr Blaualgen treiben. Bei Kontakt wird geraten, nach dem Baden zu duschen und die Badebekleidung gründlich zu reinigen. Für Hunde können Blaualgen lebensgefährlich sein, wenn sie diese beim Trinken unabsichtlich mit aufnehmen. Symptome können Erbrechen, gelb verfärbte Schleimhäute sowie Apathie und Appetitlosigkeit sein. Vorbeugend sollten Hunde bei anhaltender Hitze generell nicht aus Seen trinken.

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