Ungewöhnliches Wetterphänomen über der Halbinsel Eiderstedt gesichtet
Am Montagmittag haben Augenzeugen eine Trichterwolke über Eiderstedt beobachtet. Ob es sich um einen Tornado handelte, bleibt unklar, da keine Schäden gemeldet wurden.
Moin! Solange die Mütze auf dem Kopf bleibt, ist das nur bisschen Wind.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Am Montagmittag haben mehrere Augenzeugen ein ungewöhnliches Wetterphänomen über der Halbinsel Eiderstedt beobachtet. Ob es sich dabei um eine Trichterwolke oder einen Tornado handelte, lässt sich nicht eindeutig feststellen. Weder Bodenkontakt noch Schäden wurden gemeldet, wie die Tagesschau berichtet. Mehrere Zuschauerinnen und Zuschauer meldeten sich mit Fotos und Videos bei NDR Schleswig-Holstein und berichteten von einer "Trichterwolke". Ralf Horstmann entdeckte das Wetterphänomen in Kating (Kreis Nordfriesland), während Stephan Wolter die Wolke von seinem Wohnort Krempel (Kreis Dithmarschen) aus filmte. Ob die Wolke Bodenkontakt hatte oder nicht, lässt sich auf den Videos nicht genau erkennen. Auf Nachfrage von NDR Schleswig-Holstein teilte die Polizei mit, dass ihnen kein Bodenkontakt und keine Schäden gemeldet worden seien.
Entstehung von Trichterwolken und Tornados
Trichterwolken (auch Funnel genannt) entstehen laut Meteorologe Sebastian Wache bei der Kieler WetterWelt, wenn sich Luftmassen in verschiedenen Höhen in unterschiedliche Richtungen bewegen. Es bilden sich Verwirbelungen, die zu den Trichterwolken führen. Erst wenn der Trichter Bodenkontakt hat, spricht man von einem Tornado. Laut Wache kommen Tornados etwa 60 Mal pro Jahr in Deutschland vor. Darin herrschen Windgeschwindigkeiten zwischen 100 und 115 Stundenkilometer. Erst Ende Juli hatte ein Tornado in den Kreisen Steinburg und Pinneberg für schwere Schäden gesorgt: Dächer wurden abgedeckt und Scheiben zerbarsten. Bis zu 50 Gebäude wurden beschädigt.
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