Sunset-Wattenmeer-Lauf: Teams aus der Wilstermarsch meistern 250 Kilometer bei Wind und Regen
Trotz schwieriger Wetterbedingungen mit starkem Wind und Regen haben die Teams aus der Wilstermarsch den 250 Kilometer langen Sunset-Wattenmeer-Lauf nach St. Peter-Ording erfolgreich beendet.
Die „Nordlichter“ erreichten das Ziel nach 25 Stunden, 33 Minuten und 26 Sekunden und waren damit knapp vier Minuten schneller als die Konkurrenz. Die „Elb-Enten“ überquerten mit so vielen Teilnehmenden wie noch nie nach 25 Stunden, 37 Minuten und 1 Sekunde die Ziellinie. Damit waren sie 18 Sekunden früher im Ziel als im Vorjahr. Erstmals nahmen die „Elb-Enten“ neben dem Zehnerteam zusätzlich noch mit einem Ultra-Team, das nur aus fünf Läuferinnen bestand, teil.
Starker Wind und Zusammenhalt in der Nacht
Nachdem sich das Wetter am Samstag besser als vorausgesagt präsentiert hatte, sei der Sonntag eine „echte Herausforderung“ gewesen. „Es hat wieder unheimlich viel Spaß gemacht. In diesen 26 Stunden erlebt man so ein besonderes Teamgefühl, das gibt einem immer wieder den Kick, auf die Strecke zu gehen“, sagt Kerstin Rohwedder, die zum Ultra-Team gehörte. Dafür sorgten der starke Gegenwind und der Regen vor allem auf den letzten beiden Abschnitten nach St. Peter-Ording. „Ich hatte das Gefühl, einen Schritt zu laufen und gleichzeitig vom Wind wieder fünf Meter zurückgeweht zu werden“, erzählt Rohwedder.
Nachdem zu Beginn ein kleiner zeitlicher Abstand zwischen den beiden „Elb-Enten“-Teams entstanden war, entschieden sich die Teams, die Strecke gemeinsam zu laufen. Bei zehn Teammitgliedern musste jeder drei Streckenabschnitte und bei fünf im Ultra-Team jeder sechs Streckenabschnitte absolvieren. „Gerade in der Nacht ist es viel schöner, nicht allein durch die Dunkelheit zu laufen“, berichtet Tessa Lucht. Dieser Meinung waren alle Läuferinnen. „Dass wir nächstes Jahr wieder mitmachen, ist im Grunde klar, nur mit wie vielen Enten, darüber haben wir uns noch keine Gedanken gemacht“, sagt Kerstin Rohwedder mit einem Augenzwinkern.
Unterstützung und Stimmung an der Strecke
Der Spaß stand bei allen Teams im Vordergrund, davon zeugten auch die zahlreichen bunt geschmückten Team-Autos. Die „Elb-Enten“ konnten sich zudem wieder über den Support ihres „Edelfans“ Benji Bonn freuen. Dieser begleitete die Läuferinnen ab St. Margarethen bis nach Friedrichskoog mit dem Fahrrad. Auf dem Gepäckträger war eine Musikbox angebracht, sodass es auf diesem Streckenabschnitt zusätzliche Motivation für die Läuferinnen gab.
An den Wechselpunkten in Brokdorf und St. Margarethen herrschte eine großartige Stimmung, denn dorthin waren viele Freunde und Familienangehörige gekommen und feuerten die Teams lautstark an. Zudem wurden die „Elb-Enten“ und „Nordlichter“ in Brokdorf von ihren Familien mit einem warmen Essen versorgt. „Das ist schon wichtig, denn nur Müsliriegel und Obst reichen über so einen langen Zeitraum nicht“, erklärt Tessa Lucht.
Das Team der „Nordlichter“ war ebenfalls begeistert. „Es war wieder ein tolles Erlebnis, auch wenn wir mit Einbruch der Dunkelheit ab Brunsbüttel bis zum Ziel mit Regen und Wind zu kämpfen hatten“, meint Alexandra Bauch. Martin Westbrock nahm schon einige Male am Wattenmeer-Lauf teil, doch dieses Jahr lag der besondere Reiz darin, dass seine Tochter Josie Westbrock erstmals mit im Team war. „Diesen Lauf über mehr als 24 Stunden mit meiner Tochter in einem Team – das war mein Ansporn, erneut am Sunset-Wattenmeer-Lauf teilzunehmen“, so Westbrock.
Die Aufstellungen der Teams
Das Zehner-Team der „Elb-Enten“ bildeten: Nele Früchtenicht, Anja Schröder, Laura Heusel, Tessa Lucht, Gyde Meiforth, Mareike Loop, Trienke Tiedemann, Friedi Fischer, Johanna Thormählen und Mona Lucht.
Zum Ultra-Team der „Elb-Enten“ gehörten Kerstin Rohwedder, Silja Harders, Anika Ringlstetter, Pauline Preuß und Tanja Ponick. Als „Elb-Erpel“ im Einsatz waren wie in den vergangenen Jahren Physiotherapeut Patrick Lorenz und sein Sohn Paul.
Das Team „Nordlichter“ waren Yasmin Kubista, Martin Westbrock, Alexandra Bauch, Jana Heeckt, Ivonne Dvorac, Josie Westbrock, Dirk Seidel und Pia Dölling.