Küstenschutz in Schleswig-Holstein: LKN versteigert drei historische Transportschuten
Der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz verjüngt seine Flotte. Drei über 100 Jahre alte Schuten werden über die VEBEG versteigert.
Erneuerung der Flotte im Husumer Hafen
Die Flotte des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN.SH) wird im Husumer Hafen mit modernen Spezialschiffen verjüngt, wie die shz berichtet. Der LKN betreibt für den Materialtransport eine Flotte von insgesamt 22 Schiffen, die schrittweise erneuert wird. Zuletzt trafen im vergangenen Dezember neue Schuten mit einem Gewicht von 26 Tonnen und einer Länge von 20 Metern ein.Wegen der Flottenverjüngung verkauft das Land nun die drei historischen Transportschuten LKN 20, LKN 22 und LKN 28. Die aus Stahl und Holz gebauten Schiffe dienten bisher dem Transport von schwerem Material für den Lahnungsbau im Vorland. Diese Lahnungen dämpfen Wellen, damit sich Sedimente absetzen und das Deichvorland aufwächst. Die Erhaltung der landesweit rund 370 Kilometer langen Lahnungsbauten erfordert trotz moderner Technik bis heute harte Handarbeit im Watt.
Details zur Auktion und Zustand der Schuten
Die zum Verkauf stehenden Lastenträger weisen Tragfähigkeiten von bis zu 147 Tonnen auf. Die Schuten sind jedoch nur bedingt seefähig und müssen verschleppt werden. Derzeit liegen die LKN 20 und LKN 22 im Husumer Hafenbecken, während die LKN 28 trocken im Dock auf Pallern lagert.Die Versteigerung erfolgt im Auftrag des LKN.SH durch die VEBEG am Standort Husum. Das Unternehmen weist auf potenzielle Altlasten an den Rümpfen hin, da die historischen Anstriche asbest- oder schwermetallhaltige Grundierungen sowie giftiges Antifouling enthalten können. Eine Übernahme der bisherigen Namen der Schuten ist für die Käufer nicht gestattet.